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Donnerstag, 16. April 2026

Social Commerce – Eine neue Art des Einkaufens

Online-Shopping über soziale Medien ist keine Neuheit. Influencer auf Plattformen wie Instagram oder TikTok bewerben Produkte, teilen Rabattcodes und leiten ihre Follower an den entsprechenden Shop weiter. Bisher fand der eigentliche Kauf allerdings außerhalb der Plattform statt – etwa im Online-Shop des Anbieters. Mit Funktionen wie dem TikTok Shop ändert sich dieser Ablauf grundlegend: Nutzerinnen und Nutzer können direkt innerhalb der App einkaufen, ohne sie zu verlassen. „Social Commerce“ ist eine neue Art des Einkaufens.

Alles bequem auf einer Plattform – Risiken inklusive

Influencer schaffen es oft, ihren Followern glaubhaft zu machen, dass sie ein bestimmtes Produkt unbedingt brauchen. Nun müssen die Nutzer nicht mehr die Social-Media-Plattform verlassen und den entsprechenden Online-Shop aufsuchen, sondern können direkt in der App auf „Kaufen“ klicken. Dadurch besteht die Gefahr, dass es zu emotional geleiteten Impulskäufen kommt. Und das rund um die Uhr. So haben Verbraucher viel weniger Zeit, ihr Konsumverhalten zu überdenken. Hinzu kommt, dass viele Nutzer die Plattform nicht mehr verlassen, wodurch sie auf einen Preisvergleich verzichten.

Schutz von minderjährigen Nutzern

Um sich beispielsweise bei TikTok anmelden zu können, muss man laut Nutzungsbedingungen mindestens 13 Jahre alt sein. Der TikTok-Shop hingegen darf laut AGB grundsätzlich erst ab 18 Jahren genutzt werden. Maßgeblich ist, welches Alter der Nutzer selbst bei der Registrierung angibt. Eine weitere Prüfung findet nicht statt. Eltern von minderjährigen Nutzern sind gut beraten, das angegebene Alter zu prüfen bzw. das Konto mit dem Minderjährigen gemeinsam anzulegen. Eine nachträgliche Änderung des Alters ist nicht möglich, hierfür muss ein neues Konto angelegt werden. Bei allen Formen des Social Commerce sind Eltern gut beraten, sich mit den Nutzungsbedingungen auseinanderzusetzen und sich darüber zu informieren, wie ihre Kinder die jeweilige Plattform nutzen.

Datenschutz, Widerruf und Rücksendung

Viele Plattformbetreiber stehen wegen Datenschutzverstößen in der Kritik oder haben bereits Bußgelder kassiert. Verbraucher sollten daher prüfen, welche (weitreichenden) Zugriffsrechte sie einer App gewähren, um diese überhaupt nutzen zu können und wie ihre Daten verarbeitet werden. Grundsätzlich müssen sich alle „Social Commerce“-Plattformen und die dort aktiven Verkäufer auch an europäisches Recht halten. So sind z. B. Informationspflichten einzuhalten, ebenso wie Widerruf und Rücksendung zu ermöglichen. Demnach steht den Käufern ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen nach Erhalt der Ware zu – mit Ausnahmen für z. B. versiegelte, verderbliche oder personalisierte Produkte. Manche Anbieter gewähren darüber hinaus ein freiwilliges Rückgaberecht von 30 Tagen. Immer häufiger gehen jedoch die Rücksendekosten zu Lasten der Käufer.

Vor dem Scrollen und Klicken – unsere Tipps:

  1. Shop prüfen: Bei wem kaufe ich ein – bei einem Drittanbieter oder direkt über die Plattform? Je nach Vertragspartner können sich Unterschiede ergeben – etwa bei der Herkunft des Produkts, dem Rückgabeprozess oder der Zuständigkeit bei Problemen.
  2. Konditionen kennen: Widerrufs- und Rückgabebedingungen sorgfältig lesen.
  3. Nutzerkonten von Minderjährigen: diese sollten gemeinsam mit dem Kind erstellt und geprüft werden. So können Eltern den Account im Blick behalten.
  4. Im Dialog bleiben: Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über Datenschutz, Werbung und Konsumverhalten auf Social Media.

Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland
presse@cec-zev.eu

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