Parfümerie Pieper passt Filialnetz an – Schließung von neun Filialen beschlossen

Im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung setzt die Parfümerie Pieper weitere Maßnahmen zur Stabilisierung und nachhaltigen Neuaufstellung des Unternehmens um.

Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, insgesamt neun Filialstandorte zu schließen und das Filialnetz gezielt zu straffen. Dabei betrifft ein Teil der Maßnahmen Doppelstandorte – insbesondere in Dinslaken, Hamm und Mönchengladbach, wo jeweils zwei Filialen in unmittelbarer Nähe bestehen.

Betroffen sind folgende Filialen:

  • Essen, Limbecker Platz , Limbecker Platz 1a
  • Dinslaken, Neutor Galerie, Neutorplatz 14
  • Duisburg, Forum, Königstr. 48
  • Hamm, Westr. 40
  • Hattingen, Große Weilstr. 23
  • Mönchengladbach, Stresemannstr. 39
  • Oberhausen, (Westfield/Centro), Centroallee 56 und  60
  • Viersen, Hauptstr. 71

Die Schließungen erfolgen schrittweise in den kommenden Wochen. Der Geschäftsbetrieb an den übrigen Standorten bleibt unverändert bestehen.

Oliver Pieper, Geschäftsführer, erklärt: „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch notwendig, um das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu schaffen. Unser Fokus liegt darauf, ein wirtschaftlich nachhaltiges Filialnetz zu sichern.“

Die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen erhalten Weiterbeschäftigungsangebote für die weiterhin bestehenden Standorte. Ziel ist es, Know-how und Erfahrung im Unternehmen zu halten. Insgesamt sind rund 30 Beschäftigte betroffen. Auch nach den Schließungen betreibt die Parfümerie Pieper weiterhin Filialen in wichtigen Innenstadtlagen und Einkaufszentren. Die Verkaufsfläche reduziert sich um etwa 1.180 Quadratmeter. Es verbleiben 113 Standorte.

Auch aus operativer Sicht bleibt der Fokus unverändert. Sven Pursche, Chief Restructuring Officer (CRO), sagt: „Mit der Anpassung des Filialnetzes schaffen wir eine wirtschaftlich tragfähige Basis für die Zukunft. Parallel arbeiten wir weiterhin mit hoher Priorität an der Optimierung von Prozessen, Kostenstrukturen und der strategischen Ausrichtung.“

Aus rechtlicher Sicht ergänzt Dr. Lukas Herbert aus dem Team des Generalbevollmächtigten Dr. Philipp Grub: „Solche strukturellen Maßnahmen sind ein üblicher Bestandteil eines Eigenverwaltungsverfahrens. Ziel ist es, das Unternehmen so aufzustellen, dass eine dauerhafte Fortführung möglich ist.“

Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass der laufende Geschäftsbetrieb an allen verbleibenden Standorten regulär fortgeführt wird. Über weitere Entwicklungen im Verfahren wird weiterhin transparent informiert. www.pieper.de

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