Kosmetikstudios – Podiumsdiskussion bestätigt Paradigmenwechsel

Expertenrunde debattiert anlässlich der BEAUTY über die wesentlichen Herausforderungen und den notwendigen Strukturwandel.

Anlässlich der BEAUTY in Düsseldorf haben Expertinnen und Experten über die Branchensituation und deren Auswirkungen diskutiert. Einhellige Meinung: Die Dienstleistungskosmetik in Deutschland steht vor einem entscheidenden Paradigmenwechsel.

Diese Erkenntnis untermauert auch die Ergebnisse der Studie zum Thema Kabinenkosmetik in Deutschland, die der VCP e.V. in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Bonsai 2022 durchgeführt hat. Ziel der Untersuchung war es, die aktuellen Erfahrungswerte der Branche zu erfassen und sie den Wünschen und Erwartungen der Kunden gegenüber zu stellen. Befragt wurden 1300 KonsumentInnen sowie 1800 KosmetikerInnen.

Gerade die Themenfelder Apparative Kosmetik, Digitalisierung und Wahrnehmung der Institute führten zu einem aktiven Diskurs in der Expertenrunde (siehe Foto).

Der Wunsch nach professionellen und neuartigen Kosmetikdienstleistungen im Markt wächst weiter. Insbesondere die jüngeren Kosmetikerinnen und zukunftsorientiertenStudiosstellen sich den großen Herausforderungen mit hohem Engagement. Sie leben ihren Traumberuf mit Power und sie wissen, dass dazu lebenslanges Lernen und die Auseinandersetzung mit immer neuen Trends gehören. 

Die Zukunftsaussichten der Branche sind daher gut, aber die in der Studie festgestellten grundlegenden Aufgabenfelder wurden im Panel eindeutig bestätigt.

Instituts-Portfolio als Chance –  Kundenansprüche verändern sich

Das Anspruchsprofil für Kosmetikdienstleistungen hat sich in den vergangenen Jahr drastisch verändert. Ein Angebot an hochmodernen, apparativen Anwendungen wird selbstverständlich vorausgesetzt. Die bietet jedoch aktuell nur jedes zweite Studio an. Hier muss schnell etwas in der Angebotspalette passieren. Nur mit medizinnahen Angeboten lassen sich die High-Performance-Erwartungen gerade der jungen KundInnen erfüllen.

Nur vier Prozent der Kosmetikerinnen sind unter 30 Jahre alt. Wie ist es also um das aktuelle Ausbildungssystem bestellt? Was muss verändert werden, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden? Hier zeigt der Branchenverband klare Perspektiven auf: „ Ja, wir wissen um die sehr unterschiedlichen Ausbildungsstandards in der Branche“, erläutert VCP-Präsident Dr. Helmut Drees die Ausbildungssituation. „Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“ Dazu gehöre neben einer Vereinheitlichung der Qualitätsmaßstäbe auch, das Berufsbild KosmetikerIn im Hinblick auf die hohe Kompetenz und ein exzellentes Niveau stärker nach außen zu tragen. 

Digitalisierung als Wachstumstreiber

Für die (jüngeren) Zielgruppen sind die sozialen Medien unabdingbarer Bestandteil des Alltags und der Convenience. Die Kosmetikerin ist DIEExpertin in Sachen Haut und Beauty. Auf ihre Expertise ist Verlass. Sie genießt das uneingeschränkte Vertrauen ihrer KundInnen. Warum also diesen „coolen“ Teil des Jobs denen überlassen, die einfach nur digital besser aufgestellt sind. Hier liegt ungeheures Potenzial brach: „Über 70 Prozent der potenziellen Neukunden informieren sich bei Beauty Influencern und in Foren“, erklärt Dr. Drees.  Schließlich könne auch die KosmetikerIn in ihrer Zielgruppe eine Beautyinfluencer-Rolle einnehmen. Und das durch ihre Institutsexpertise sehr glaubwürdig.

Ausblick

Kosmetikinstitute haben auch in Zukunft ihre Existenzberechtigung. Aber: das Angebot muss passen, sprich zeitgemäße, medizinnahe Dienstleistungen gehören zum Portfolio, ein marktgerechter Digitalisierungsstandard wird zur Selbstverständlichkeit. „Dann wird es auch gelingen, die Dienstleistungskosmetik in eine neue, zukunftsorientierte Ära zu überführen, “ erläutert Dr. Drees.

Dazu gehört auch eine thematisch breite Ausbildung. „Hier setzen wir in Zukunft noch höhere Standards“, ergänzt der Verbandschef. „Chancen bietet gerade die weitere Spezialisierung/Individualisierung.“ www.vcp.eu

Und hier geht es zur Studie: ww.beauty.de

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