Von Athen bis zu den Ionischen Inseln: Wir haben Griechenlands schönste Regionen für Sie entdeckt, stellen charmante Domizile vor und verraten, welche Orte, Ausflüge und Adressen eine Reise zur Wiege Europas besonders lohnenswert machen.


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Weiß-blaue Ägäis

Ein tiefblaues Meer, das sanft an goldene Buchten schwappt, schneeweiße Häuser mit leuchtend blauen Kuppeln und der Duft von wildem Thymian – willkommen auf den Ägäischen Inseln!

Ob Mykonos, Santorini oder Rhodos – jede dieser Inseln im Ägäischen Meer hat ihren eigenen Charakter, landschaftlich wie architektonisch. Die Kykladeninseln Santorini und Mykonos verzaubern mit karger Vulkan- und Felsnatur und Gebäuden in strahlendem Weiß mit blauen Dächern und Kuppeln. Steile, tiefschwarze und dunkelrote Klippen ragen auf Santorini hunderte Meter senkrecht aus dem Meer. Dramatisch und ein Must-See auf Thira, so der griechische Name Santorinis, ist die Caldera – eine gigantische, mit Meerwasser gefüllte Vulkanbucht.
Romantikern und Instagramern geht das Herz auf beim Sonnenuntergang im berühmten Künstlerort Oia. Er schmiegt sich, wie auch das Örtchen Imerovigli, wie weißer Zuckerguss an den Kraterrand. Überraschend sind die Strände im Osten, etwa Kamari oder Perissa mit ihrem schwarzen Lavasand.
Mykonos ist das krasse Gegenteil: eher flach, sehr trocken, von der Sonne fast nackt gebrannt und von Granitfelsen durchzogen. Hier regiert der Meltemi – ein kräftiger Sommerwind. Chora, auch Mykonos-Stadt genannt, ist ein Meisterwerk kykladischer Architektur: Ein verkehrsfreies Labyrinth aus schneeweißen Gassen, bunten Holzbalkonen und blühenden Bougainvilleen. Bezaubernd: das Viertel Little Venice und die Windmühlen, die stolz aufs Meer blicken.
Wer es grüner mag, reist nach Rhodos. Das Eiland (Dodekanes) besticht durch seine Größe, üppige Wälder und mittelalterliche Festungen. Im „Tal der Schmetterlinge“ wandert man durch ein schattiges Paradies voller Bachläufe. Die Altstadt von Rhodos-Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Europas. Auf allen drei Inseln finden sich steinerne Zeugnisse der Antike, man wandelt buchstäblich auf den Spuren von Göttern und Denkern. Und überall erlebt man die wunderbare griechische Gastfreundschaft, Philoxenia in der Landessprache. Das bedeutet wörtlich „Freude an Fremden“.


Olympia (Foto: shutterstock_Ververidis-Vasilis)
Sparta (Foto: shutterstock_yiannisscheidt)

Mythischer Peloponnes

Auf dem Peloponnes schlägt das wahre und unverfälschte Herz des Landes. Die Halbinsel fasziniert durch jahrtausendealte Kultur, wilde Natur, karibische Traumstrände und ihre mythische Seele.

Wer das echte Griechenland abseits des Massentourismus sucht, findet es im Süden des Landes. Auf der Halbinsel Peloponnes, die fast wie eine Hand mit vier Fingern in das tiefblaue Mittelmeer ragt. Sie ist ein Füllhorn jahrtausendealter Geschichte, landschaftlich geprägt von wilden Berglandschaften und goldenen Traumstränden. Egal, ob Geschichtsinteressierte, Genussmenschen, Badeurlauber oder sportliche Ambitionierte – hier können sie alle mit intensiven Reiseerlebnissen rechnen.
In Olympia, der Wiege der Olympischen Spiele, wandelt man im Schatten der Pinien durch monumentale Ruinen. Nicht weit entfernt fasziniert das antike Amphitheater von Epidaurus mit perfekter Akustik. Als romantischer Kontrast präsentiert sich die Küstenstadt Nafplio: In der einstigen Hauptstadt bummelt man durch venezianische Gassen, bestaunt üppig blühende Bougainvilleen und die mächtige Festung, die über der azurblauen Bucht thront.
Doch die Region besticht auch durch seine Küste. Das absolute Strand-Highlight ist Voidokilia, die Ochsenbauchbucht. Fast kreisrund geformt, bietet sie mit feinstem Sand und glitzerndem Wasser echtes Karibik-Feeling. Kurze Fährüberfahrt gefällig? Auf der Südinsel Elafonisos überrascht der Simos Beach mit weißen Dünen und seichtem Meer. Einer der schönsten Strände Europas! Windsurfer treffen sich am weiten Mavrovouni Beach, wo auch seltene Meeresschildkröten nisten. Kulinarisch setzt die Region auf bodenständige Perfektion. In den Tavernen werden knuspriges Spanferkel (Gourounopoula), Grillkäse (Talagani) und kräftiger Nemea-Rotwein serviert. Star der Küche ist das flüssige Gold der Region: Kalamata-Olivenöl aus der Koroneiki-Olive. Mit fruchtig-scharfer Note verfeinert es jedes Gericht und krönt eine Reise, die alle Sinne berührt.


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Korfu Altstadt (Foto: iStock_carmengabriela)

Ionischer Inseltraum

Die Ionischen Inseln, allen voran Korfu, faszinieren mit dichten Lorbeer- und Zypressenhainen, dramatischen Kalksteinklippen und einer spürbar italienischen Eleganz.

Vor der Westküste Griechenlands im Ionischen Meer liegen die Inseln, Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka, Kefalonia und Zakynthos (von Nord nach Süd). Sie zeichnen sich durch ihr mildes, feuchteres Klima und eine üppige Vegetation aus: Lorbeerhaine und riesige Zypressen, duftende Kräuter wie Oregano, Salbei und Minze. Ihre Aromen verfeinern die vielfältige Küche, die eine wunderbare Fusion aus griechischer und italienischer Genusstradition ist.
Korfu gilt als grüne Kulturperle, die Altstadt von Korfu-Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Dort flaniert man auf der berühmten Liston-Promenade vorbei an venezianischen und britischen Palästen und unter französischen Arkaden. Korfu war auch Sehnsuchtsort von Kaiserin Sisi, die dort ihr Traumschloss, das berühmte Achilleion bauen ließ. Der Palast liegt im malerischen Dorf Gastouri. Die Landschaft im Nordwesten bei Paleokastritsa bietet fjordartige, bewaldete Buchten und glasklares Wasser. Sehenswert auf der Insel Zakynthos ist Laganas im Süden, Revier der riesigen Caretta Caretta Meeresschildkröten. Im Westen scheinen weiße Klippen senkrecht in ein surreal blaues Meer zu stürzen. Das Must-See ist der Navagio Beach (Schmugglerbucht) mit seinem fotogenen Schiffswrack.


Kassandra (Foto: shutterstock_Andrii-Oleksiienko)
Port Glarokavos (Foto:shutterstock_Chawranphoto)

Blau-grünes Chalkidiki

Drei Halbinseln, endlose Strände und jahrhundertealte Klöster: Nur eine Autostunde von Thessaloniki entfernt entfaltet sich eine der abwechslungsreichsten Küstenlandschaften Griechenlands.

Wer nach Chalkidiki reist, landet meist in Thessaloniki – für viele Griechen die kulinarische Hauptstadt des Landes. Zwischen Marktständen, Meze-Bars und dem Weißen Turm beginnt die Reise in eine Region, die für einige der schönsten Küstenlandschaften Griechenlands bekannt ist.
Aus der Luft wirkt die Region wie eine Hand, die sich in die Ägäis streckt. Drei schmale Halbinseln reichen weit ins Meer hinein. Dazwischen wechseln sich dichte Pinienwälder, kleine Naturhäfen und kilometerlange Sandstrände ab.
Die westliche Halbinsel Kassandra zieht Sonnenanbeter und Wassersportler an. Weiter östlich zeigt sich Sithonia zurückhaltender. Hier führen Straßen durch duftende Wälder, hinter der nächsten Kurve tauchen versteckte Buchten auf, und das Meer schimmert in immer neuen Blau- und Grüntönen. Zu den schönsten Naturkulissen zählt Port Glarokavos, wo Lagunen, Sandbänke und flaches Wasser eine beinahe karibische Szenerie schaffen.
Der östlichste Finger gehört dem heiligen Berg Athos. Über 2000 Meter erhebt sich der Gipfel über dem Meer. An seinen Hängen die berühmten orthodoxen Klöster, die seit Jahrhunderten das spirituelle Zentrum der Region bilden. Die autonome Mönchsrepublik bewahrt ihre Traditionen bis heute – besuchen dürfen sie ausschließlich männliche Pilger und Gäste mit besonderer Genehmigung.
Kulinarisch trägt Chalkidiki die Handschrift Nordgriechenlands. Muscheln und frischer Fisch kommen direkt aus dem Meer, Honig von den Hügeln im Hinterland, dazu werden Weine zum Essen serviert, die weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzt werden.


Der Palast von Knossos bei Heraklion ist der größte minoische Palast auf Kreta. (Foto: shutterstock_trabantos)
Die kretische Wildziege, ein Symbol der Insel, lebt hauptsächlich in Bergregionen (Foto: shutterstock_jlazouphoto)

Faszinierendes Kreta

Die größte griechische Insel begeistert mit schroffen Felsen, Traumstränden, antiken Palästen und bester Mittelmeerküche.

Rund 160 Kilometer vom griechischen Festland entfernt, gilt Kreta mit gut 300 Sonnentagen im Jahr als sonnigstes Eiland im Mittelmeer. Sehr beliebt ist die größte griechische Insel auch wegen ihrer faszinierenden Landschaft, dem kristallklaren Meer, den pittoresken Küstenstädtchen und seiner reichen Kultur und Geschichte, die nicht nur an beeindruckenden Ausgrabungsstätten sichtbar wird. Ich hatte das Glück, sowohl den Süden als auch den Norden der Insel kennenzulernen. Jede Region hat ihren eigenen Reiz. Wer sich nach Ruhe sehnt, kleinere Orte und eine ursprüngliche, entspannte Atmosphäre bevorzugt, der sollte sich eher für den Süden entscheiden. Dort ist die berühmte Samaria-Schlucht, mit 17 Kilometern Länge eine der längsten Schluchten Europas, ein Dorado für Wanderer. Der Norden Kretas ist besser erschlossen und punktet mit fabelhaften Stränden. Auch die Hotelauswahl ist größer. Die Gastfreundschaft der Kreter und die hervorragende mediterrane Küche habe ich überall auf der Insel sehr genossen.


Unsere Hoteltipps auf den griechischen Inseln

Abends war die Terrasse über dem Meer ein Lieblingplatz von Redakteurin Susanne Stoll

LUX-ME WHITE PALACE – Zeitloser Luxus

Ankommen heißt hier Genuss von der ersten Minute an. Im ganzen Hotel ist eine ungezwungene freundliche Atmosphäre zu spüren. Es macht Spaß zu sehen, wie problemlos das Zusammensein von Familien mit Kindern und Paaren jeden Alters klappt und alle auf ihre Kosten kommen. Überall finden sich ruhige Bereiche nur für Erwachsene. Highlights gibt es viele: Das Hippie Spa zählt unbedingt dazu. Bambuswedel hängen im Entrée von der Decke, alles ist einladend dekoriert. „Unsere Aufgabe ist es, die Gäste noch ein bisschen glücklicher zu machen“, sagt Spa Managerin Hara. Und das gelingt spielend. Georges, mein Beautytherapeut, ist auch Physiotherapeut und das merkt man an seiner fantastischen Massage, die ich nach einem griechischen Bad (mit Seifenschaummassage) genieße. Die Haut ist ganz zart, das Wohlgefühl hält noch lange an. Zu den Highlights zählen auch die grandiose Poollandschaft (mit Zugang zum Meer) und die exzellente Küche in allen Restaurants. Mein Tipp: Das Asia White! Auf der Terrasse über dem Meer werden asiatische Köstlichkeiten serviert.
Das 5-Sterne-Luxushotel der Grecotel-Gruppe liegt an der Nordküste der Insel. Vom Flughafen Heraklion sind es rund 60 Minuten Autofahrt. www.grecotel.com/luxme-whitepalace
Ab 347 Euro pro Nacht und Person mit all-inclusive-Programm.

Ikos Kissamos

An einem unberührten Strand westlich von Chania gelegen, ist das Ikos Resort ein neues blühendes Paradies. Mediterranes Design wird hier gekonnt mit kretischen Einflüssen und natürlichen Materialien wie Holz, Stein und gewebten Stoffen verbunden. Im Mittelpunkt steht das für Ikos Resorts typische Luxus-All-Inclusive-Konzept. Das kulinarische Angebot umfasst sieben Restaurants mit Menüs, die von Michelin-Sterneköchen und -köchinnen kuratiert wurden.
An der Westküste, Flughafen Chania in rund 50 Fahrminuten erreichbar. www.ikosresorts.com Deluxe One Bedroom Suite ab 806 €/Nacht.

SANI Resort

An der Spitze Kassandras erstreckt sich ein ganz besonderer Ort auf über 1000 Hektar geschützter Natur zwischen Ägäis, Pinienwäldern und Feuchtgebieten. Zum Sani gehören fünf Hotels, sieben Kilometer Sandstrand und eine Marina mit mehr als 40 Restaurants und Bars. Einzelreisende, Freunde, Paare und Familien – alle sind hier willkommen und verleben unvergessliche Tage. Wer Abenteuer sucht, findet hier Action. Wer Rückzug braucht, kann rundum entspannen. Jede Art von Auszeit ist im Sani möglich. www.sani-resort.com

Ein Hochgenuss: Zum jährlichen Festival Sani Gourmet (10. Juli bis 7. August 2026) versammeln sich international renommierte Köche und verwandeln das Restaurant Elli zu ihrer Bühne.

Amoh Rhodes Resort

Das High-End-Resort Amoh, Mitglied der Marriott Luxury Collection, liegt auf einer privaten Halbinsel nahe der antiken Stadt Lindos, weit weg vom Trubel. Das Refugium mit 197 luxuriösen Zimmern mit schönstem Meerblick und teils eigenem Pool bietet raffinierte Kulinarik. Wellnessbehandlungen im Elispa Spa schenken ultimative Entspannung. Ab 547 Euro/Nacht für zwei Personen. www.amoh.com


Von Athen bis zu den Ionischen Inseln – Wir haben Griechenlands schönste Regionen für Sie entdeckt:


Aufmacherbild: AdobeStock

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