Die Hersteller von Kosmetika und Haushaltspflegeprodukten erzielten in Deutschland im ersten Quartal 2026 einen Gesamtumsatz von 9,4 Milliarden Euro – ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit bestätigt sich bisher die verhaltene Wachstumserwartung des IKW vom Dezember 2025. Aber die Zahlen dahinter sind uneinheitlich.
Inland: Schönheitspflege trägt, Haushaltspflege unter Druck
Die Schönheitspflege legt im Inland um 2,2 Prozent zu und stützt damit den Gesamtumsatz. Die Haushaltspflege gibt leicht um 0,5 Prozent nach. Auffällig ist dabei der selektive Konsum: In einzelnen Produktgruppen gibt es deutliche Ausschläge – Hand- und Körperpflege wächst um 12 Prozent, Gesichtspflege gibt nach (-10 Prozent).
„Unsere Branche hat viele Krisen abgefedert – das war kein Zufall, sondern das Ergebnis von Innovation, Qualität und der hohen Alltagsrelevanz unserer Produkte. Aber Resilienz ist kein Garantieschein. Wenn Konsumzurückhaltung wächst, die Regulierungsflut nicht eingedämmt wird und geopolitische Risiken steigen, spüren das auch wir. Jetzt ist die Politik gefordert: Entlastung und Zukunftskonzepte statt weiterer Bürokratie und Klein-Klein“, sagt Thomas Keiser, IKW-Geschäftsführer.
Auch im Export: ein gespaltenes Bild
Der Export dreht nach einem Rückgang von 5,1 Prozent im Vorjahreszeitraum wieder ins Plus – zumindest in der Schönheitspflege mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent. Die Haushaltspflege gibt auch im Export noch nach (-1,3 Prozent). Deos (+11 Prozent), Düfte (+10 Prozent) und Lippenstifte (+9 Prozent) legen zu. Vom Vorkrisenniveau ist der Export insgesamt noch deutlich entfernt; die geopolitischen Risiken bleiben ein bestimmender Faktor. www.ikw.org

Hinweis: Die Marktzahlen bilden den betrachteten Markt gemäß definierter Coverage ab; bei Änderungen der Abdeckung sind Vorjahresvergleiche entsprechend einzuordnen.




