Probiotische Hautpflege

Probiotische Produkte? Das würden die meisten wohl am ehesten im Kühlregal des Supermarktes suchen. Jeder von uns hat sicher schon mal einen der Joghurtprodukte mit lebenden Milchsäurebakterien probiert. Sie schmecken gut und, das ist das Primäre, sie sollen unterstützend auf unsere Darmflora einwirken. Milchsäurebakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien findet man vor allem in Joghurt, Buttermilch oder Kefir.

Mittlerweile taucht der Begriff „Probiotic“ auch immer häufiger in den Regalen von Naturkosmetikgeschäften und Kosmetikinstituten auf. Die Idee dahinter ist nachvollziehbar: Die aktiven Mikroben können sich an unsere Hautzellen andocken. So bilden sie ein natürliches Schutzschild, das Krankheitserreger, die unsere Zellen zerstören, abwehren. Und … sie helfen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut wieder rasch aufzubauen und zu bewahren. Dieser schützt die Haut durch einen aus Talg- und Schweißdrüsen gebildeten Hydrolipidfilm mit einem pH-Wert von ungefähr 4,5 vor dem Austrocknen sowie vor Fremdkeimen wie Bakterien, Viren, Pilzen und anderen Mikroorganismen.

Ist der Schutzmantel durch zu starke Umweltbelastungen, zu intensives Reinigen, aber auch Stress und falsche Ernährung gestört, reagiert er mit Hautproblemen wie Rötungen, Trockenheit, überempfindlichen Reaktionen oder gar Pickeln. Und hier setzt die probiotische Kosmetik an. Wie auch bei den Milchprodukten im Kühlregal werden am häufigsten die Milchsäurebakterien in Cremes, Waschgel & Co. eingesetzt – entweder in lebender Form, verkapselt oder gefriergetrocknet.

Durch die hauteigene Feuchtigkeit werden diese Mikro-Wirkstoffe schließlich auf der Haut aktiviert. Ergänzt mit hautberuhigenden, entzündungshemmenden und pflegenden Wirkstoffen ist probiotische Kosmetika perfekt geeignet, um langfristig für eine gesunde und stabile Haut zu sorgen. Damit geht einher, dass auch die Widerstandskraft zunimmt. Und damit hat auch eine vorzeitige Hautalterung keine Chance.

Und das ist drin: Mikroorganismen sind die Protagonisten in probiotischer Hautpflege. Vor allem Milchsäurebakterien haben es in die Tiegel, Tuben und Spender geschafft. Probiotisch heißt aus dem Griechischen übersetzt „für das Leben“, schließlich handelt es sich bei den Probiotika ja auch um lebende Mikroorganismen. Man geht von zirka 400 verschiedenen probiotischen Bakterien aus, von denen die Milchsäurebakterien die bekanntesten sind, die die Barrierefunktion des Darms und somit auch das Immunsystem stärken. Probiotische Kosmetik soll vor allem die Hautbarriere reparieren und stärken. Damit eignet sie sich besonders für empfindliche und zu Entzündungen neigende Haut.

Tipp Was der Haut von außen gut tut, funktioniert natürlich auch von innen. Und so findet man immer mehr Probiotika in Nahrungsergänzungsmitteln. Die haben nicht nur eine positive Wirkung auf unser Äußeres, sondern sorgen auch für eine gesunde Darmflora.

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