Kopenhagen: Leben am Wasser

Einsam und nackt sitzt sie auf einem Findling am Ufer, den Blick wehmütig gen Wasser. Gerade mal 1,25 Meter ist sie hoch – und das bei 175 Kilogramm. Nein, keine Debatte jetzt über Body-Mass-Index und Idealgewicht. Die kleine Hafenfrau, wie sie im Original heißt, ist schön. Und sie ist die bekannteste Kopenhagenerin – populärer noch als Königin Margrethe II. Die Meerjungfrau aus dem Märchen von Hans Christian Andersen ist komplett aus Bronze und gilt als das kleinste Städte-Wahrzeichen der Welt. Wer nach Kopenhagen reist, kommt nicht drumherum, sie zu besuchen – und wird vielleicht überrascht sein, wie unscheinbar sie dort am Wasser sitzt.

Gelassenheit ist Trumpf

Überhaupt das Wasser: Kopenhagen mit seinen gerade mal 600 000 Einwohnern, Metropole und Kleinstadt zugleich, lebt von seiner Lage am Meer. Über den Öresund und die große Brücke ist es ins schwedische Malmö nur ein Katzensprung. Das Stadtgebiet liegt auf vielen kleinen Inseln. An den Kanälen locken Freisitze und Restaurants, vor allem am Nyhavn mit seinen schmucken farbenfrohen Häuschen. Wer sich der Stadt mit einem Kreuzfahrtschiff nähert (deren Zahl steigt stetig) hat den schönsten Blick auf die Skyline mit ihren Türmen. Rund ums Wasser wächst und gedeiht es, werden aus alten Industriehafenanlagen angesagte Szeneviertel für junge Kreativfirmen. Quasi wie ein Bollwerk schaut das moderne Opernhaus übers Wasser – von der Meerjungfrau aus übrigens gut zu sehen. Direkt auf der anderen Seite des Hafens: das Schauspielhaus, auch das ein imposanter Neubau. Eine extravagante Fußgängerbrücke schwingt sich von dort, unweit des Nyhavns, hinüber auf die andere Seite – wo die Mieten für luxuriösen Wohnraum ins Astronomische steigen. Aber die Dänen quittieren auch das mit einem gelassenen Achselzucken: So ist das eben.

Apropos Entspannung – auch das ein Wahrzeichen von Dänemarks Hauptstadt. Ach was, vom ganzen Land. „Hygge“ heißt das Zauberwort, gesprochen „hügge“. Ein deutsches Wort gibt es für diesen Gesamtzustand an Wohlbefinden nicht. Doch das Gefühl verfolgt einen tatsächlich auf Schritt und Tritt beim Weg durch die schmalen Gassen der Stadt. Freundlich und gelassen sind die Dänen, egal ob sie in der Schlange stehen, ob sie auf die hypermoderne Metro warten, die ganz ohne Fahrer auskommt und völlig automatisch vom Flughafen bis in die City rollt. Tipp: Sichern Sie sich den Platz am vordersten Fenster und genießen Sie die fahrerlose Tour. Jedenfalls: Die Dänen bleiben gelassen und stets höflich, warten brav an roten Fußgängerampeln, geben Fremden Auskunft und freuen sich, wenn Besucher begeistert von ihrer Heimat sind.

Von Kunstfreu(n)den und Königshäusern

Designmetropole, Anlaufstelle für Gourmets (mit vielen preisgekrönten Restaurants), Freizeitstadt – dank Tivoli-Freizeitpark und dem günstigeren Dyrehavsbakken am Stadtrand: Kopenhagen ist von allem etwas. Kunst- und Architekturfreunde kommen auf ihre Kosten. Wer Königshäuser abfährt, kann mit etwas Glück einen der Royals in der Stadt sehen. Lassen Sie sich treiben und entdecken Sie die Stadt ohne Stress. SPA inside zeigt Ihnen, was Sie nicht verpassen sollten.

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