Frankfurt am Main ist für viele die amerikanischste Stadt Deutschlands. Ihre imposante Skyline hat ihr deshalb auch den Namen „Mainhattan“ eingebracht. Banken, Börse und Business sind dort zu Hause, aber auch Kunst und Literatur. Wie entspannend die Stadt ist, stellt Ihnen SPA inside vor.

Es grünt so grün in Frankfurt Die Main-Metropole ist mit 700 000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Deutschlands. Und, was kaum einer weiß, Frankfurt gehört zu den waldreichsten Großstädten der Republik. Die über 40 Parks und Grünanlagen, die es in der Stadt und drum herum gibt, machen 52 Prozent der Stadtfläche aus. Teils sind es Anlagen mit eher wildem Charakter wie der Volkspark Niddatal oder mit meditativer Ausstrahlung wie der Chinesische Garten. Die meisten sind aus den prächtigen Gärten der wohlhabenden Familien Rothschild, Bethmann und Brentano entstanden – im englischen Landschaftsgartenstil mit schönen alten Bäumen, exotischen Pflanzen, akkurat angelegten Kieswegen und großen Rasenflächen. Dazu gibt es mehr als 50 Seen und Teiche, gepflegte Grünanlagen an den Flüssen Main und Nidda und den weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Palmengarten. Es sind wundervolle Oasen, in denen man flanieren und die üppige, teils exotische Pflanzenwelt bestaunen, joggen oder walken oder auf der Wiese sitzend die ersten Sonnenstrahlen begrüßen kann. Frankfurt hat in den letzten Jahren auch das Leben am Fluss wiederentdeckt: Entlang des Mains kann man herrlich radeln, im Sommer dehnen sich am Ufer herrliche Strandlandschaften aus mit Palmen, Sand und Beachvolleyballfeldern – Urlaubsfeeling pur, und das vor der imposanten Skyline. Biergärten und hippe Bars in Brückenköpfen und -gewölben sind beliebte Treffpunkte. Die schönste Joggingstrecke verläuft übrigens am Südufer des Mains, von der Friedensbrücke bis zur Gerbermühle.

Typisch Frankfurt Wasserhäuschen In keiner anderen deutschen Stadt haben Trinkhallen eine vergleichbare Tradition wie hier. Die kleinen Verkaufsbuden mit der breiten Warenpalette vom Feierabendbier über Tageszeitungen bis hin zu Fruchtdrops und Fahrscheinen für den öff entlichen Nahverkehr tragen in Frankfurt und der Region auch die Bezeichnung Wasserhäuschen. Der Ursprung der Wasserhäuschen liegt im 19. Jahrhundert.

Kleinmarkthalle Ob Handkäs‘ oder Halwa, persische Pistazien oder Oberräder Kartoffeln – in der Kleinmarkthalle wird alles geboten, was ein echter Genießer zum Leben braucht. Im ersten Stock gibt‘s Edles vom Italiener und Franzosen, und auf dem großen Balkon trifft man sich auf ein Glas und einen Happen. Im Erdgeschoss werden neben Worscht, Weck und Viktualien auch Blumen verkauft. Ganz in der Nähe der Einkaufsmeile „Zeil“, zwischen Hasengasse und Liebfrauenberg gelegen, präsentieren sich von Montag bis Samstag über 60 Händler.
S- und U-Bahn
Hauptwache

Hochhäuser Fast 100 Hochhäuser prägen die Frankfurter Skyline, einige ragen gut 300 m in den Himmel. Das Gros der Frankfurter Wolkenkratzer konzentriert sich im Bankenviertel zwischen Alter Oper und Hauptbahnhof. Als bislang einziges Hochhaus bietet der Main Tower eine Aussichtsterrasse in 200 m Höhe.
Eintritt: 5 €
U-Bahn S1 bis S9

Taunusanlage Börse Im viertgrößten Finanzhandelsplatz der Welt kann man unter der Woche ab 12.30 Uhr dem Spektakel von der Besuchergalerie aus zuschauen. Einen Tag vorher anmelden!
www.boerse-frankfurt.de
S- und U-Bahn, Hauptwache

Ebbelwoi, Grüne Soße und Handkäs‘ Der Apfelwein, im Hessischen Ebbelwoi, Äppelwoi, Äppler oder auch Stöffche genannt, ist ein reines Naturprodukt mit einem Alkoholgehalt von 5 bis 6 %. Der echte Frankfurter Apfelwein wird nur aus Äpfeln, ohne Zusatz von Birnen oder anderem Obst, gekeltert. Dies führt zu dem frischen, herben Geschmack. Das echte „Stöff che“ trinkt man bei ca. 11 bis 14 Grad aus einem bestimmten Glas, dem sogenannten Gerippten. Ausgeschenkt wird aus dem Bembel, einem dickbauchigen grauen Steinkrug mit blauen Ornamenten. Berühmt für seine vielen Ebbelwoi-Lokale ist Sachsenhausen. Dieser größte Stadtteil Frankfurts liegt wie man hier sagt „dribbdebach,“ sprich südlich des Mains. „Hibbdebach“, also gegenüber, liegt die Innenstadt. Doch auch rund um die Schweizerstraße und in Bornheim findet man nette Adressen, wo man in gemütlichem Ambiente zum Stöffche Handkäs‘ mit Musik oder Grüne Soße probieren kann. Letzteres ist ein typisches Frankfurter Gericht: eine kalte Soße aus sieben Kräutern, die man gerne zu Fleisch und Kartoff eln isst. Wie stolz die Frankfurter auf ihre Kulinarik sind, beweist die Tatsache, dass sie ihr (Kunst)Denkmäler setzen: Entsprechend den sieben Kräutern, stehen sieben Kunst-Gewächshäuser in den Oberräder Kräuterfeldern. Jedes leuchtet in einem anderen Grün, passend zu jeweils genau einem der sieben Kräuter. Auch ein „Grüne Soße Festival“ wird in der Stadt veranstaltet: vom 11. bis 18. Mai 2013 auf dem Roßmarkt! Dem Frankfurter Nationalgetränk hat man mit dem Westhafen Tower ein architektonisches Denkmal gesetzt. Das 109 m hohe Gebäude mit seiner zylindrischen Form hat eine grünschimmernde Glasfassade aus 3556 dreieckigen Scheiben, die an das Ebbelwoi-Glas erinnern sollen. Das „Gerippte“ steht seit 2003 im neuen, aufstrebenden Stadtquartier auf dem Gebiet des ehemaligen Westhafens.

Goethehaus, Paulskirche, Kaiserdom Das gehört zum Frankfurt-Besuch einfach dazu: Goethes Geburtshaus, Großer Hirschgraben 23-25. Das Studierzimmer des großen Dichters im zweiten Obergeschoss ist ausgestattet, wie es einst war. Hier schuf er den „Götz von Berlichingen”, den „Urfaust” und „Die Leiden des jungen Werther“. Die Paulskirche ist keine Kirche, sondern ein politisches Denkmal: hier fand 1848 die erste Deutsche Nationalversammlung statt und Deutschland erhielt seine liberale Verfassung. Heute werden hier u.a. wichtige nationale Ehrungen verliehen wie z. B. der Goethepreis oder der Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Der Kaiserdom war seit dem Mittelalter Wahlort der deutschen Könige. Von 1562 an wurden in ihr zehn deutsche Kaiser gekrönt. Das brachte ihr die Ehrenbezeichnung Dom ein – obwohl sie kein Bischofssitz war und bis heute nicht ist.
Alle U 4/5, Römer

Museum für Moderne Kunst (MMK) „Tortenstück“ nennen die Frankfurter den dreieckigen Bau von Hans wurde für hochkarätige Werkgruppen amerikanischer und europäischer Kunst der 1960er-Jahre aus der Sammlung Ströher. Diese Werke (u.a. Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, Joseph Beuys) wurden ergänzt durch eine Kollektion internationaler zeitgenössischer Kunst.
Eintritt 8 Euro.
www.mmk-frankfurt.de
U 4/5, Römer

(Foto oben: Rocco Forte Villa Kennedy)

3 KOMMENTARE

  1. […] Kunst, Genuss und Luxus in Frankfurt am Main […]

  2. Hallo Ihr

    Ist das richtig das die Zahl 100 Hochhäuser in Frankfurt richtig ist ? Ich selbst wohne dort und ich denke es soll 10 heißen oder…

    Schönen gruss

    • Hallo zurück,
      tatsächlich gibt es sogar noch viele weitere Hochhäuser – je nachdem, was man als „hoch“ bezeichnet. Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Hochh%C3%A4user_in_Frankfurt_am_Main) zum Beispiel listet alle Gebäude bis mindestens 50 m Höhe auf: mehr als 100 Stück (und 50 m sind, wie wir finden, doch schon hoch genug, um als Hochhaus zu gelten). Übrigens sind weitere Hochhäuser im Bau, so dass kein Ende abzusehen ist.

      Herzliche Grüße aus Baden-Baden nach Frankfurt –
      das Team der redspa media GmbH

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