Ob Wellness gemäß der traditionellen maledivischen Heilkunst, raffiniert gewürztes Familien-Essen auf landes-typischen Schiffen oder ein Treatment-Raum unter Wasser: diese Hotels bieten ganz besondere Erlebnisse.


Zeit für feinen Genuss, Regeneration und entspannte Familytime

The Residence Maldives – Zwei Inseln, ein Gefühl

Eine lange geschwungene Brücke über türkisfarbenem Wasser verbindet im The Residence Maldives die zwei Inseln Dhigurah und Falhumaafushi, die mit eigenem Charakter überraschen und sich doch ideal ergänzen.

Den warmen Wind im Gesicht, unter mir das schimmernde Wasser, vor mir nur das schmale Band der etwa einen Kilometer langen Brücke, das sich über das endlose Blau spannt – wow! Diese Verbindung zwischen den Inseln Dhigurah und Falhumaafushi gehört zu den eindrucksvollsten Momenten im The Residence Maldives. Ich radle die längste Brücke der Malediven (in Privatbesitz) entlang und egal, wann ich das „Inselhopping“ betreibe, immer ist es ein besonderes Erlebnis. Mal liegt das Meer ruhig und klar unter den Holzplanken, mal glitzert es im lilafarbenen Licht des späten Nachmittags .
Die beiden Inseln ergänzen sich auf angenehme Weise. Falhumaafushi wirkt eher zurückhaltend und ruhig, während Dhigurah lebendiger erscheint und mit seinem großzügigen Beach Club Pool besonders Familien anspricht. Gerade dieser Wechsel macht den Aufenthalt so besonders, da sich je nach Stimmung neue Perspektiven eröffnen.
Mit dem Fahrrad lassen sich die beiden Eilande von der ganzen Familie entspannt erkunden. Besonders Dhigurah überrascht mit seiner Länge von rund vier Kilometern und vermittelt eine für die Malediven ungewöhnliche Weite. Auf hellen Sandpfaden vorbei an Palmen öffnen sich immer wieder Blicke auf den Ozean. Gewohnt wird entweder in Wasservillen über der Lagune oder in eleganten, großzügigen Beachvillen, die eingebettet in üppiges Grün viel Privatsphäre bieten.

Ein Garten mitten im Ozean
Eine besondere Rolle spielen die beiden Spas, die jeweils ihren eigenen Charakter entfalten. Der Tag beginnt mit Yoga auf einer Plattform über dem Wasser, während sich die Oberfläche des Meeres langsam aufhellt und der Horizont weich verschwimmt. In den Spa-Villen entfalten Massagen ihre wohltuende Wirkung.
Kulinarisch zeigt sich das Resort vielseitig, mit Restaurants, die unterschiedliche kulinarische Einflüsse auch des Indischen Ozeans widerspiegeln. Frische Zutaten spielen dabei eine zentrale Rolle – viele davon stammen aus dem hauseigenen Garten „Earth Basket“, in dem Kräuter, Obst und Gemüse kultiviert werden. Gäste können ihn gemeinsam mit dem Küchenteam entdecken und erleben, wie eng Natur und Küche miteinander verbunden sind.
Beim Wechsel zwischen Dhigurah und Falhumaafushi fällt mein Blick immer wieder auf eine kleine Insel, die etwas unscheinbar zwischen den beiden großen Eilanden liegt. Tagsüber radelt man meist achtlos an ihr vorbei, lediglich ein paar Sonnenliegen und eine Bar gibt es da. Doch gegen Abend verändert sich die Stimmung: Dann wird dieser schmale Streifen Land zum stimmungsvollen Treffpunkt. Gäste beider Inseln kommen für einen Sundowner zusammen, während die Sonne beim Untergehen das Meer goldfarben leuchten lässt. Beim Rückweg über die Brücke liegt das Wasser dunkel unter den Planken, der Wind ist milder geworden – und wieder zeigt sich derselbe Weg in einem ganz neuen und immer wieder magischen Licht.

The Residence
Die Anreise erfolgt über den internationalen Flughafen in Malé. Von dort geht es mit einem etwa 55-minütigen Inlandsflug nach Kooddoo (Gaafu Alifu Atoll), gefolgt von einem kurzen Speedboat-Transfer zum Resort. www.cenizaro.com/theresidence
Eine Woche im Sommer kostet – je nach Villa-Kategorie und Verpflegung – etwa 4500 bis 7500 Euro pro Person. Die Transfers ab Malé kosten rund 380 Euro pro Person (Hin- und Rückflug).


Sun Siyam – Barfuß im weißen Sand

Sun Siyam Iru Fushi

Erlebnisse für die ganze Familie
Paare, Honeymooner oder Familien können auf der privaten Insel Ruhe finden, sich auf maßgeschneiderte Erlebnisse freuen und einen grenzenlosen Meerblick genießen. 15 kulinarische Angebote vom Teppanyaki-Restaurant über den Seafood-Grill am Strand bis zur Live Music Bar, das größte Tauchzentrum der Region und preisgekrönte Wellness sind nur einige Highlights des Resorts aus der Luxury Collection. Neben sportlichen Aktivitäten im Wasser wie Jetcar oder Flyboarding werden Kochkurse, Korbflechten mit Palmblättern oder Schnorcheln angeboten. www.sunsiyam.com/sun-siyam-iru-fushi

Boutique-Atmosphäre
Das intime Inselrefugium aus der Privé Collection besticht durch seine ungezwungene Boutique-Atmosphäre, Barfußlaufen ist hier Normalität. Urlauber haben die Wahl zwischen Villen am Strand oder auf Stegen direkt über dem Wasser, alle mit eigenen Pools. Spa-Behandlungen genießt man in Pavillons. Bei Maldivian Roots erlebt man Inselkultur hautnah, wenn man zu den hypnotischen Beats der traditionellen Boduberu-Trommeln und den hinreißenden Klängen maledivischer Lieder am Strand tanzt und feiert. Für Paare gibt es besondere Hochzeitsspecials. www.sunsiyam.com/sun-siyam-iru-veli

Sun Siyam Iru Veli (Foto: Thomas Monsorno)

„Die Vielfalt ist überraschend“

Kurz nachgefragt bei Claudia Klingbeil

Claudia Klingbeil ist Director of PR & Communications bei Sun Siyam und betreut sechs Resorts der Marke.

Was fasziniert Sie so an den Malediven?
Die Kombination aus absoluter Natürlichkeit und nachhaltigen Erlebnissen. Ruhe, Abenteuer, Kulinarik und Kultur verbinden sich harmonisch. Genau darum bieten wir bei Sun Siyam auch unterschiedliche Inselkonzepte an, die weit über das klassische Bild hinausgehen – vom eher ruhigen, luxuriösen Rückzugsort über lebendige Resorts mit vielfältigen Aktivitäten wie Tauchgängen oder Wassersport bis hin zum ursprünglichen Barfuß-Erlebnis oder dem Erkunden der maledivischen Kultur mitsamt ihres kulinarischen Facettenreichtums.

Wann waren Sie zum ersten Mal dort?
Als meine Eltern ihr 25-jähriges Hochzeitsjubiläum hatten. Ich arbeitete damals in Dubai, wo sie mich besuchten, und habe sie mit einem Kurztrip auf die Malediven überrascht. Ich erinnere mich noch genau, wie überwältigend das war. Zwei Jahre später habe ich dann dort ein Jobangebot bekommen.

Und warum sind Sie geblieben?
Die Malediven haben eine ganz besondere Energie. Da sind die außergewöhnliche Natur, die Ruhe und Entschleunigung. Gleichzeitig passiert auch unglaublich viel. Die Unterwasserwelt, das Licht, die Farben, das gesamte Ökosystem sind einfach einzigartig. Auch die Herzlichkeit der Menschen und die maledivische Gastfreundschaft sind außergewöhnlich authentisch. Am meisten hat mich überrascht, wie unterschiedlich die Inseln und Resorts tatsächlich sind. Viele denken, dass alle Inseln ähnlich sind, aber in Wirklichkeit hat jede ihre ganz eigene Identität, ihr eigenes Tempo und Erlebnis.

Was sollte man beachten, wenn man zum ersten Mal auf die Malediven reist?
Am wichtigsten ist zu überlegen, was man sich von der Reise wünscht: absolute Ruhe, Aktivitäten, eine romantische Auszeit oder einen Familienurlaub? Wenn man sich darüber im Klaren ist, findet man schnell die passende Insel. Und man sollte nicht zuviel Gepäck mitnehmen, denn man passt sich dem entspannten Lebensstil schnell an.


Kokosöl aus eigenem Anbau (Foto: kireewongfoto)

Nova Maldives – Außergewöhnliche Verwöhnmomente

Im Eskape Spa des Nova, das über der azurblauen Lagune zu schweben scheint, werden nun auch Rituale auf Grundlage der traditionellen maledivischen Medizin Dhivehi Beys angeboten. Die ganzheitliche Methode, die auf jahrhundertelanger Inselweisheit basiert, kombiniert einheimische Kräuter, Kokosöl und Meerespflanzen, um Gleichgewicht und Harmonie wiederherzustellen. Die Behandlungen beleben, entgiften, verbessern die Blutzirkulation, unterstützen beim Abschalten oder versetzen in tiefe Entspannung. Das verwendete Kokosöl stammt von Nüssen, die im Resort gewachsen sind. Das Spa bietet drei Behandlungsräume, einen Spezialraum für Thai-Massagen und einen Ruheraum. Im Yoga-Pavillon und am Strand werden regelmäßig Yoga- und Meditationskurse angeboten. www.nova-maldives.com


Im „Here“ und Jetzt

Wer in einer der neun Villen des „Here“ einzieht, kann von der privaten Veranda aus die freie Sicht auf traumhafte Sonnenauf- oder -untergänge genießen, den Lieblingsdrink aus der maßgeschneiderten Bar lässig in der Hand. Privater Butler-Service versteht sich von selbst. Viel Raum für sich und seine Liebsten auf einer privaten Insel mitten im UNESCO-Biosphärenreservat des Baa-Atolls. Mit eigenem Infinity-Pool sowie Privatstrand, außergewöhnlichem, biophilen Wohlfühldesign, 24 Stunden In-Villa-Dining und einem Privat-Koch, der individuelle kulinarische Wünsche erfüllt – viel mehr Privatsphäre geht nicht! www.here-maldives.com


Nord oder Süd
Der Norden der Malediven liegt näher an Malé, viele Resorts sind per Schnellboot erreichbar. Das Klima ist hier oft etwas trockener, die Regenzeit tendenziell kürzer. Im Süden, deutlich näher am Äquator, ist die Anreise meist länger, oft per Inlandsflug. Dafür zeigt sich das Wetter konstant warm, bei etwas höherer Luftfeuchtigkeit und besonders intensiven Farben des Ozeans. Einige Resorts werben damit, nur wenige Kilometer vom Äquator entfernt zu liegen; vereinzelt werden sogar Bootsausflüge zu den Koordinaten 0° angeboten. Südliche Atolle gelten als ursprünglicher und ruhiger, während der Norden mit kürzeren Transferzeiten und größerer Auswahl punktet.

(Foto: pexels-ahmed-abd-allah)

Anreise
Auf die Malediven kann man direkt oder mit einem Zwischenstopp fliegen. Die reine Flugdauer beträgt zirka zehn Stunden. Alle internationalen Flüge kommen am Malé International Airport an, der Hauptstadt des Inselstaates. Von dort geht es dann auf die Inselresorts, entweder mit einem nochmaligen Inlandsflug, dem Speed-Boot oder dem Wasserflugzeug. Je nachdem müssen Sie mit weiterer Reisezeit rechnen.

Surfspot?
Unbedingt! Dank der südlichen Meeresströmung und der warmen Wassertemperaturen gibt es sehr gute Bedingungen an den Außenriffen der Atolle – von der einfachen Anfängerwelle bis zum anspruchsvollen Brecher. Saison ist von Februar bis November. Im Four Seasons Resort at Kuda Huraa (www.fourseasons.com) etwa gibt es Anfängerkurse in der sanften Lagune wie auch private Coachings. Oder das Six Senses Laamu … In der Umgebung des Resorts liegen mehrere bekannte Surfspots, darunter Yin Yang, einer der renommiertesten Breaks der Region. www.sixsenses.com

(Illu: shutterstock_bambarbija)

Ich packe meinen Koffer… … und nehme mit
Leicht packen reicht völlig: luftige Kleider, Shorts, T-Shirts, Sandalen und Flip-Flops. Auf den Malediven spielt sich fast alles barfuß oder in Badekleidung ab. Pumps, Blazer oder schwere Jacken bleiben besser zu Hause. Für abends genügt etwas Leichtes über die Schultern. Wichtig: Sonnenschutz, Sonnenbrille und ein Hut – die Sonne ist so nah am Äquator deutlich intensiver.

(Aufmacherbild: The Residence Maldives)


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