Der Name des 5-Sterne-Resorts an der Südküste Sri Lankas verspricht nicht zuviel. Die Anlage mit ihren komfortablen Zimmern und Villen an einem traumhaften Strand ist wahrlich ein „Hafen des Friedens“.

Ach, dieser Strand! Sanft geschwungen, mit roségoldenem Sand, haushohen Kokospalmen, türkisblauem Meer und pittoresken Felsen, die die paradiesische Szenerie perfekt einrahmen. Ja, das Anantara Peace Haven Tangalle Resort an der Südküste Sri Lankas ist schon aufgrund seiner Lage herausragend. Aber ist es auch der Hafen des Friedens, den sein Name verspricht? In meiner Pool-Villa, einer charmanten Mischung aus traditionellem Baustil und Mobiliar sowie modernstem Komfort, bekomme ich eine erste Vorstellung davon. Nach dem langen Flug genieße ich die Ruhe und Exklusivität meines privaten Pools, von dem aus ich ganz entspannt den Blick über den Strand und die üppige Vegetation schweifen lassen kann. Das Resort verfügt über 152 Räume und Villen für drei bis sechs Personen, verteilt auf einem weitläufigen Gelände. Wer keinen eigenen Pool hat, kommt im 25 Meter langen Infinity-Pool auf seine Kosten. Vier Restaurants lassen auch kulinarisch keine Wünsche offen, etwa das in einem muschelartigen Bau am Strand gelegene „Verala“, das Teppanyaki mit sri-lankischem Twist bietet, oder „Il Mare“, ein Italiener mit Fokus auf Meeresgetier und selbstgemachter Pasta – vor dem traumhaften Panorama des Indischen Ozeans.

Natur, leckeres Essen und Ayurveda

Die Natur ist ein Pfund, mit dem das Resort wuchert. Ein hauseigener Naturwissenschaftler kümmert sich unter anderem um das Wohlergehen der seltenen Schildkröten, die Jahr für Jahr am Strand schlüpfen. Und erklärt den Gästen die vielfältige Flora und Fauna des Resorts, zu der neben Affen und Pfauen auch Warane gehören. Ein Naturerlebnis ganz anderer Art ist Mama’s Kitchen. In einer offenen Küche, umgeben von Reisfeldern, Gemüsebeeten und Kräuterbüschen, bereitet man mit erfahrenen lokalen Köchinnen köstliche Gerichte zu, etwa den beliebten Kokossalat aus Wasserkresse, Limette, Zwiebel, Chili und frisch geraspelter Kokosnuss – viel Spaß und herzliches Lachen inklusive. Überhaupt bietet das Anantara Peace Haven Tangalle Resort viele Aktivitäten und Exkursionen an, von traditionellem Batiken über Bootstouren bis hin zu Meditation und Yoga. Und dann gibt es noch das Spa, den kleinen Hafen im großen Hafen des Friedens. Vier Einzel- und vier Paarbehandlungsräume stehen in dem mitten im Grünen gelegenen Bau zur Verfügung, in dem mich Spa Managerin und Ayurveda-Ärztin Poornima Heshani Jayaweera empfängt. Das alte indische „Wissen vom Leben“ prägt das Spa-Menü, hinzu kommen verschiedene asiatische Massagen und Body Treatments sowie Facials mit Produkten der französischen Marke Sothys. Ansonsten arbeitet man mit einheimischen, teilweise selbst zubereiteten Ölen, Scrubs und Cremes. Ganze Programme von mehreren Tagen stellt die junge Ärztin für die Gäste zusammen. Mir genügt schon die 90-minütige Signature-Massage, die die Energie entlang der Meridiane zum Fließen bringen soll, und ich bin endgültig im Hafen des Friedens geankert.


Luxus-Refugium am Traumstrand

Schwerpunkt im Spa sind die authentischen Ayurveda-Behandlungen. Eine ausgebildete Ayurveda-Ärztin stellt auf Wunsch individuelle Programme zusammen.
Außerdem gibt es mehrtägige Retreats mit Achtsamkeitsübungen, Ernährungs- und Lebensberatung
In einem kleinen Ayurveda-Workshop lernen die Gäste, Massageöle selbst herzustellen. Manche der verwendeten Kräuter werden ganz einfach frisch im Garten gepflückt
In den Restaurants Il Mare (rechts) und Verala kann man zwischen italienischer und Asia Fusion-Küche wählen und genießt dabei traumhafte Ausblicke aufs Meer
(Foto: shutterstock_Vova-Shevchuk)

Eine Insel voller Abenteuer

Das Anantara Peace Haven Tangalle Resort bietet etliche Ausflüge und Aktivitäten an, um die Südküste Sri Lankas zu entdecken: vom Besuch einer Teeplantage über Spaziergänge durch historische Städte bis hin zu Whale Watching. Meine erste Exkursion war eine Jeep-Safari durch den Yala Nationalpark, das älteste Naturschutzgebiet Sri Lankas und bekannt für seine große Population an Leoparden. Was für ein Abenteuer, über holprige Sandpisten zu schaukeln und Antilopen, Krokodile, Mungos und unzählige exotische Vögel in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten. Als dann noch Elefanten auftauchten, war der Tag perfekt. Ein unvergessliches Erlebnis war auch der Besuch des faszinierenden Felsentempels in Mulkirigala. 533 Treppenstufen geht es hinauf. Man passiert fünf Terrassen mit sakralen Bauten und Höhlen, die mit bunten Malereien und Statuen verziert sind. Die Krönung ganz oben: eine große Buddhastatue und eine Wahnsinnsaussicht

In Mama’s Kitchen durfte Redakteurin Katja Kösztler mit einer einheimischen Köchin am Herd werkeln – ein Riesenspaß und ein fantastisches Mahl.

Besonders berührend: die Freundlichkeit der Einheimischen, die unsere Reisegruppe, die einzigen Weißen weit und breit, erst scheu und dann mit einem strahlenden Lächeln begrüßen.


Anantara Peace Haven Tangalle Resort

Das Resort liegt im Süden Sri Lankas, 195 km von der Hauptstadt Colombo entfernt. Die Flüge sind mit einer Zwischenlandung, meist
in den Emiraten, verbunden und dauern mindestens 12 Stunden. Vom Flughafen Colombo ins Resort braucht man knapp drei Autostunden. www.anantara.com/de/peace-haven-tangalle
Das Premier-Zimmer mit Zugang zum Strand für maximal drei Personen inklusive Frühstück kostet 291 Euro pro Nacht.


Aufmacherbild: david mtchener

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