2025 haben über 20 Millionen Befragte einen Wellnessurlaub als Reiseoption bevorzugt. Das hat eine Untersuchung der Online-Buchungsplattform Travelcircus ergeben. Die Reiseexperten werteten 47 Wellnessregionen in Deutschland und zehn in Österreich unter verschiedenen Aspekten aus. Beachtet wurde dabei unter anderem die Dichte der Wellnessunterkünfte sowie die Nachfrage bei Google.
Ganz klarer Spitzenreiter ist Sylt: Mit 94,95 Wellnessunterkünften pro 100 Quadratkilometern lässt die Nordseeinsel alle anderen Regionen hinter sich. Auf Platz zwei folgt die Mosel mit 58,14 Unterkünften pro 100 Quadratkilometern. Rang drei geht an Rügen, das mit 48,92 Wellnessunterkünften pro 100 Quadratkilometern ebenfalls eine hohe Dichte vorweisen kann. Knapp dahinter liegen Usedom (36,40) und die Nordfriesischen Inseln (36,13), die vor allem durch ihre Insellage und touristische Beliebtheit punkten. Am unteren Ende des Rankings finden sich Regionen mit deutlich geringerer Wellnessdichte. Thüringen kommt auf lediglich 0,41 Wellnessunterkünfte pro 100 Quadratkilometern, gefolgt vom Emsland (0,31) und dem Odenwald (0,20). Noch dünner wird es im Schwäbischen Wald mit nur 0,17 Unterkünften. Schlusslicht ist Helgoland hier gibt es aktuell keine einzige Wellnessunterkunft. Mit 10,33 Wellnessunterkünften pro 100 Quadratkilometern weist das Salzburger Land die höchste Wellnessdichte in Österreich auf. Auf Platz zwei folgt Vorarlberg mit 9,53 Wellnessunterkünften. Oberösterreich kommt auf lediglich 0,12 Wellnessunterkünfte pro 100 Quadratkilometer, Niederösterreich auf 0,38 Unterkünfte. Deutschland weist mit 8,88 Wellnessunterkünften pro 100 Quadratkilometern eine deutlich höhere Wellnessdichte aufweist als Österreich, das auf 4,59 Unterkünfte kommt. Dies zeigt, dass Wellnessangebote in Deutschland insgesamt flächendeckender vertreten sind, während sie sich in Österreich stärker auf ausgewählte Regionen konzentrieren.

Bayerischer Wald hat höchsten Wellnessanteil des Landes
Der Bayerische Wald verfügt mit einem Anteil von 7,20 Prozent über den höchsten Wellnessanteil in Deutschland. Auf Platz zwei folgt Rügen mit 6 Prozent, Rang drei belegt das Allgäu, in dem 4,71 Prozent aller Unterkünfte dem Wellnesssegment zuzuordnen sind. Ebenfalls gut vertreten sind die Rhön (3,74 Prozent) und das Sauerland (3,63 Prozent). Am unteren Ende des Rankings zeigt sich erneut ein deutliches Gefälle. Im Weserbergland liegt der Wellnessanteil bei lediglich 1,06 Prozent, gefolgt von der Nordseeküste mit 0,98 Prozent. Auch auf den Ostfriesischen Inseln (0,87 Prozent) und in Ostfriesland (0,69) sind Wellnessunterkünfte eher rar gesät. Schlusslicht bleibt auch hier Helgoland. In Österreich steht das Salzkammergut mit einem Wellnessanteil von 11,01 Prozent an der Spitze, auf Platz zwei folgt das Salzburger Land (9,16 Prozent), das trotz der deutlich höheren absoluten Anzahl an Wellnessunterkünften einen etwas geringeren prozentualen Anteil erreicht. Niederösterreich kommt auf einen Wellnessanteil von 3,64 Prozent und liegt damit bereits weit zurück. Schlusslicht ist Wien: Mit nur 0,85 Prozent Wellnessunterkünften im gesamten Angebot spielt Wellness in der Bundeshauptstadt eine eher untergeordnete Rolle. In Bezug auf den prozentualen Anteil an Wellnessunterkünften am gesamten Unterkunftsangebot liegt Österreich mit 6,46 Prozent klar vor Deutschland (2,29 Prozent). Österreich positioniert sich damit klar als spezialisierte Wellnessdestination, während Deutschland stärker auf Vielfalt im Unterkunftsangebot setzt.

Schwarzwald besonders gefragt
Um die Nachfrage in den verschiedenen Wellnessregionen Deutschlands zu analysieren, wurde das Google-Suchvolumen der Jahre 2024 bis 2025 für die Begriffe „Wellness“ und „Wellnesshotel“ in Kombination mit den jeweiligen Regionen ausgewertet. Je höher das Suchvolumen, desto stärker ist die Region bei Erholungssuchenden präsent. An der Spitze steht der Schwarzwald: Mit rund 58.000 monatlichen Google-Suchanfragen ist er die gefragteste Wellnessregion Deutschlands. Auf Platz zwei folgt der Bayerische Wald mit 49.300 Suchanfragen, dicht gefolgt vom Allgäu, das mit 43.980 Google-Anfragen ebenfalls eine hohe Nachfrage verzeichnet. Deutlich dahinter, aber weiterhin stark nachgefragt, liegen die Eifel (16.780) und die Mosel (15.800). Die Ostseeküste kommt auf lediglich 150 Suchanfragen, während die Holsteinische Schweiz, die Bergstraße und die Nordfriesischen Inseln jeweils nur rund 20 Anfragen verzeichnen. Das Schlusslicht bildet der Schwäbische Wald mit zehn monatlichen Suchanfragen. In Österreich führt Tirol das Ranking deutlich an: Mit rund 17.820 monatlichen Google-Suchanfragen ist es die meistgesuchte Wellnessdestination Österreichs. Auf Platz zwei folgt das Salzburger Land mit 12.220 Suchanfragen. Deutlich geringer fällt die Nachfrage in den unteren Rängen aus. Wien kommt auf 3.550 Suchanfragen, das Schlusslicht bildet das Salzkammergut mit 2.960 monatlichen Google-Anfragen. Insgesamt liegt Österreich mit rund 7.820 Google-Suchanfragen leicht vor Deutschland, das auf etwa 7.189 Suchanfragen kommt.
Der Vergleich macht deutlich, dass das Interesse an Wellnessangeboten in beiden Ländern auf einem ähnlich hohen Niveau liegt. Während Deutschland insgesamt eine sehr breite Nachfrage verzeichnet, ist die Wellnessnachfrage in Österreich etwas stärker ausgeprägt ein Hinweis auf die hohe Bedeutung von Wellnessurlaub im österreichischen Tourismus. www.travelcircus.de/wellnessregionen
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