CopenHot: Sauna an der Hafenkante

Das Feuer knistert leise. Ole Markdahl, mit dicker Jacke und Mütze, legt ein paar Scheite Holz nach. Unter freiem Himmel steht der Badezuber, direkt an der Hafenkante – mit Blick über die Skyline von Kopenhagen. Der Wind bläst eisig, doch den sechs Frauen und Männern, die im Wasser hocken, ist das egal. Es wird Sekt gereicht und die gute Laune ist zu hören. Während im Hintergrund ein Frachtschiff vorbeizieht. Willkommen im CopenHot, der etwas anderen Art von Spa. Auf der Industrie-Halbinsel Refshaleøen, eine halbe Stunde Busfahrt von der City entfernt, entwickelt sich ein Kreativ- und Kulturareal. Und genau dort, direkt neben einer Strandbar, hat das CopenHot seine Pforten geöffnet. Ole Markdahl, 49 Jahre alt, ist einer der Chefs. Persönlich betreut er seine Gäste, die mitunter Wartezeiten in Kauf nehmen, um einmal hineinzudürfen: in eines der Saunarohre, in einen der großen Zuber. Oder in den kleinen schwimmenden Pool, der wie ein Boot durch den Hafen fahren kann. „Immer im heißen Wasser, egal wie das Wetter ist“, sagt Markdahl. Kälte draußen, Hitze drinnen – das rege Adrenalin und Endorphine im Körper an. „Wie eine Droge“, sagt Markdahl und feixt. Kein Wunder, dass die 45 Plätze nie ausreichen. Deswegen wird angebaut. Unter anderem entsteht ein kleiner Badeturm für allerbeste Hafensicht.

Oper, Schauspielhaus, Kirchtürme: Von den Saunen und Zubern aus ist die Skyline der dänischen Hauptstadt gut zu sehen – samt Schiffsverkehr davor. Die Skulptur der kleinen Meerjungfrau liegt direkt auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens. Vor fünf Jahren startete CopenHot mit den schwimmenden Pools, nach und nach kamen die anderen Bauten hinzu. Mit Holz aus Sibirien wurden die Saunen, die wie große Röhren aussehen, in Litauen gefertigt und nach Kopenhagen transportiert.

INFOS Geöffnet ist CopenHot von Mittwoch bis Sonntag. Reservierung ist erforderlich, denn die begrenzten Plätze in den Saunen und in den Zubern sind heiß begehrt und oft weit im Voraus ausgebucht. Handtuch muss mitgebracht werden; Umkleideräume sind vorhanden. Von der Metrostation Christianshavn St. fährt der Bus 9A mehrfach pro Stunde nach Refshaleøen (Endhaltestelle Refshalevej). Dann nochmal etwa 10 Minuten Fußweg. Der Preis für zwei Stunden variiert je nach Wochentag; pro Person ab ca. 25 Euro.

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