Sansibar: Paradies in den Tropen

„Jambo, karibu“, so schallt es uns von allen Seiten zur Begrüßung entgegen. „Hallo, willkommen“ – und das mit einem strahlenden Lächeln, das jedermann sofort einnimmt. Die Bewohner der Insel Sansibar wurden kulturell und genetisch geprägt von Herrschern und Handelsflotten, die hier unterwegs waren – zwischen Europa, Afrika und Asien. Heute bekennen sich fast 90 Prozent der Bevölkerung zum Islam. Der Rest teilt sich auf zwischen anglikanischen und katholischen Christen sowie einigen Hindus. Alle leben friedlich zusammen. Die Gotteshäuser sind bestens besucht und niemand will den anderen von seinem Glauben überzeugen. Religion sei hier eben gleichbedeutend mit Frieden, sagen uns die Einheimischen. Der Ruf des Muezzin, der aus Lautsprechern zum Gebet bittet, hat nichts Bedrohliches und Zwingendes. Er gehört zum Lokalkolorit, genauso wie die friedlich nebeneinander stehenden Minarette und Kirchtürme. Insofern ist Stone Town, die historische Altstadt der modernen Kapitale Sansibar-Stadt, nicht nur wegen ihrer bis zu 200 Jahre alten, einst prachtvollen arabischen Paläste und Villen und der reich verzierten Holztüren als Unesco-Kulturerbe anerkannt. Sondern auch wegen des friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen, Völker, Religionen – und last, but not least: ihrer Kochgewohnheiten.

Alles kein Problem

Schließlich trägt Sansibar zu Recht den Beinamen „Gewürz-Insel“: Haupt-Exportprodukt sind noch immer Nelken, daneben werden Pfeffer, Muskatnuss, Zimt, Kurkuma, Ingwer, Kardamom angebaut und in fast allen Gerichten verwendet. Der beliebte „Spice Tea“ schmeckt fast  weihnachtlich, auch Kaffee wird gern mit Kardamom versehen. Müsste ich Sansibar intonieren, würde ich Wind und wogende Palmenwedel mischen mit Meereswellen, Muezzin-Rufen aus der Ferne … und dem Geräusch des Kehrens: In allen Hotelanlagen wird ständig gefegt – Wege, Strand, Räume, Gänge. Außerhalb der Resorts scheint sich niemand zu stören an Staub, Plastikflaschen, Stofffetzen, Schuhen. Dennoch: Etwas von der Unbekümmertheit Sansibars tut uns gestressten Europäern ganz gut. Stimmen wir also – wie fast jeder Urlauber – in die inoffizielle Nationalhymne ein, die überall zu hören ist: „Jambo, habari gana? Nzuri sana. Hakuna matata!“ – Hallo, wie geht’s? Sehr gut! Alles kein Problem!

Unsere Hotel-Tipps für Sansibar:

  • Park Hyatt Zanzibar
  • Meliá Zanzibar
  • Kasha Boutique Hotel
  • Essque Zalu Zanzibar
  • Zuri Zanzibar
  • The Residence Cenizaro
  • Chumbe Island

Das komplette Special über Sansibar inklusive Vorstellung der Hotels wurde in der SPA inside 6/2018 veröffentlicht – auch als E-Paper erhältlich!

 

 

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