Hotel Hoschschober: Hoch hinaus

Man muss, um die Welt zu bereisen, nicht unbedingt in ein Flugzeug klettern. Uns reichte schon eine mehrstündige Autofahrt, um in China, der Türkei, Indien und Österreich gleichzeitig anzukommen. Wie das geht? Nun, man bucht einfach einen Aufenthalt im Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe. Ein nettes Fleckchen Erde, direkt am Turracher See, in den österreichischen Alpen gelegen. Die Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark geht übrigens direkt durchs Wasser. Rundherum duftende Lärchen- und Zirbenwälder und die sanft geschwungenen Nockberge. Die gaben auch dem Nationalpark ihren Namen. Im Sommer ist die Region ein vielseitiges Wandergebiet. Im Winter starten Skifahrer auf bestens gepflegten Pisten. Ein Highlight nicht nur für die Kinder: Man kann mit seinen Skiern sogar über den zugefrorenen See fahren. Kurz und gut – es wird einem in jeder Jahreszeit nicht langweilig.

Ankommen, losstürmen

Wenn man mit Kindern reist, dann sowieso nicht, denke ich, als ich die Autotür öffne und die drei mit großen Hallo aus dem Fahrzeug hopsen und ins Hotel stürmen. Wo schlafen wir, wo essen wir, wo spielen wir und wo ist das Schwimmbad bitte? Die nette Dame an der Rezeption bleibt erstaunlich ruhig bei all den Fragen und lächelt verschmitzt. „Was haltet ihr denn davon, wenn wir erst einmal in unser Basislager gehen, dort wartet eine kuschelige Überraschung.“ Erwartungsfroh laufen die Knirpse mit und sind die nächste knappe Stunde damit beschäftigt, zuckersüße Lämmer, wuschelige Häschen und vorwitzige Ziegen zu streicheln. Jutta und ihr Kleintierzoo sind gerade zu Besuch. Welch ein Glück. Und so können wir in Ruhe all unsere Habseligkeiten aufs Zimmer bringen. Beim ersten Abendessen besprechen wir die Planung der nächsten Tage. Die Kinder wollen ins Schwimmbad, am liebsten von morgens bis abends. Tja und ich will morgen vormittag in die Türkei, nachmittags vielleicht mal nach China. Indien hebe ich mir für später auf, schiebe ich schmunzelnd nach. Das eine Töchterchen fängt sich am schnellsten: „Das schaffst du ja alles gar nicht an einem Tag, so ein Quatsch.“ „Schaffe ich doch“, so meine Antwort, welche gleich mit einem leicht genervten „Und wie?“ quittiert wird.

Orientalischer Süßkram

Gleich am nächsten Morgen starten wir eine kleine Rundtour, die wir im orientalische Hamam beginnen. Neugierig probieren wir die Holzpantinen aus, die man bei einer echten Zeremonie ebenso anzieht wie das Pestemal, ein handgewebtes, türkisches Baumwollhandtuch. Das prachtvolle Badehaus mit dem warmen Nabelstein finden die Kinder spannend, wir Großen bewundern die Architektur. Alles wurde bis ins Detail originalgetreu gestaltet. Noch spannender ist für die Kids der opulente Ruheraum mit seinen vielen Kissen, als sie die Nüsse, getrockneten Früchte und zuckersüßes Konfekt entdecken.

Unser nächster Stopp ist der hohe Norden. Herzstück des Saunabereichs ist die „See-Sauna“ mit einer klassischen Sauna und einer Bio-Sauna, beide mit Panorama-Ausblick über Wasser. Zur Abkühlung kann man direkt in den See bringen. Das habe er schon mal von seinem Freund gehört, dessen
Papa aus Finnland kommt. Nach Finnland legen wir erst mal eine kleine Pause ein und gehen zum Mittagessen. „Das Eis schmeckt wie in Italien“, lachen die drei Steppkes, bevor sie in Richtung Kinderclub abdüsen. Auf China hätten sie jetzt keine Lust.

Ein Jasmintee im Chinaturm

Ich hätte jetzt aber gern einen Jasmintee und steige die Stufen des roten Chinaturms nach oben. Chinesische Handwerker reisten für die Schnitzarbeiten und die Dachgestaltung an und ein Professor aus der chinesischen Provinz Henan kam extra auf die Turracher Höhe, um die Bauarbeiten des imposanten Baus zu begutachten. In den verschiedenen Etagen sind Räume für Meditation und Entspannung, ein Behandlungszimmer für Ayurveda und Traditionelle Chinesische Medizin sowie die „Seidenstraße“, ein unterirdischer Gang zur Verbindung des Chinaturms mit dem restlichen Hotel. Ganz oben dann „Das schöne Teehaus am Berg“. Zu jeder Zeit können die Gäste hierher kommen und verschiedene Sorten Tee, selbstverständlich den chinesischen, genießen. Hin und wieder kann man auch einer Teezeremonie beiwohnen.

Für den nächsten Tag wollen wir nun endlich Österreich einen richtigen Besuch abstatten und mit der Panoramabahn in die zum Hotel gehörende AlmZeitHütte auf 1968 Metern über Meereshöhe fahren. Von dort kann man dann auf einer spektakulären 1,6 Kilometer langen Strecke mit der Alpen-Achterbahn Nocky Flitzer zurück ins Tal sausen. Das sei eine super Idee, freuen sich die Kinder: „Und in welches Land reisen wir dann übermorgen?“

www.hochschober.com

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