Fit für den Platz

Die letzten Schneereste sind auch von den Plätzen in den Bergen verschwunden, die Rasenflächen sind wieder tiptop in Ordnung und leuchten saftig grün, es weht ein laues Lüftchen – also das Golfbag rausgeholt und ab in den Club. Es wird höchste Zeit, denn schließlich haben Sie sich für das neue Jahr so einiges vorgenommen. Nicht nur, dass Sie öfter die Schläger schwingen wollen, auch das Handicap muss endlich verbessert werden. Doch bevor Sie sich todesmutig gleich in die 18-Loch-Runde stürzen und dann bitter enttäuscht und völlig ausgepowert nach vier Stunden im Clubhaus ihren Frust mit einem Glas Prosecco runterspülen, fragen Sie sich, ob Sie tatsächlich schon rundum fit für diese Herausforderung sind. Wenn nicht, berlegen Sie, wie Sie es schnell und effektiv wieder werden, ohne alles zu überstürzen.

So gelingt der Auftakt

Koordination, Kraft und Ausdauer – das sind die drei Eckpfeiler, um auf dem Golfplatz eine einigermaßen gute Figur zu machen. Also bringen Sie sich wieder auf Trab mit einer Ausdauersportart und stärken Sie vor allem die Rumpfmuskulatur, um Schulter- und Rückenproblemen vorzubeugen. Und für die Koordination heißt es üben, üben, üben … Am besten man bucht eine oder zwei Stunden beim Pro, um rasch wieder fit zu werden. Viele Plätze bieten dazu spezielle Auffrischungskurse für die neue Golfsaison an. Dann können Sie gemeinsam auch gleich Ihre Schwachstellen trainieren oder Fehlhaltungen korrigieren, die sich während des letzten Jahres eingeschlichen haben. Während der Saison ist das sehr viel schwerer, weil man da leicht aus dem Rhythmus kommen kann. Wenn Sie Ihre Schwachstellen erkannt und verbessert haben, sollten die neuen Bewegungsabläufe schnell zur Normalität werden und Ihnen in Fleisch und Blut übergehen. Gleich ein Grund mehr, jetzt regelmäßig auf den Platz zu gehen und zu üben. Wichtig: Jetzt heißt es, so viele Ballkontakte wie möglich haben.

Von nichts kommt nichts
Wenn das sitzt, ab in die Trainingsrunden. Parallel zum Verfeinern und Verbessern Ihrer Technik sollten Sie allgemein an Ihre Fitness denken. Da reicht es sicher nicht, immer mal wieder eine Runde zu laufen. Nur wer regelmäßig zum Golfen auch an seine Fitnesseinheiten denkt, hält die gesamte Saison gut durch. Und wer sich um die Fitness seines Körpers keine Gedanken machen muss, kann sich zudem voll und ganz auf das Spiel konzentrieren und hat beim entscheidenden Putt den Kopf frei. Nächster Schritt: Trainieren Sie am kurzen Spiel, also an den Schlägen rund ums Grün. Denn jeder Spieler weiß, im kurzen Spiel erkennt man, wer fit ist und wer nicht. Talent ist dabei gut, regelmäßiges Training jedoch unentbehrlich. Und lassen Sie sich nicht so schnell entmutigen. Es braucht seine Zeit, bis man erst einmal wieder die Form der letzten Saison erreicht hat und dann müssen Sie noch eine Schippe drauflegen, um eben die ersehnte Steigerung Ihrer Leistung zu realisieren. Auf dem Weg zu diesem Ziel können Sie auch verschiedene Spiel- und Trainingshilfen verwenden, wie beispielsweise Tour-Sticks. Das sind lange, dünne Stäbe, mit denen Sie Ihre Ausrichtung prüfen oder spezielle Schwingübungen machen können.

Nicht einfach drauf los trainieren

„Wichtig ist, dass Sie nicht einfach aufs Puttinggrün gehen und drauf los trainieren“, weiß Bundesliga-Spielerin Charlotte Meis. Ihr Tipp: „Steigern Sie Ihren Trainingseffekt, indem Sie Aufgaben und Drills erfüllen. Schaffen Sie beispielsweise neun Up-and-Downs in Folge. Das ist eine bestimmte Schlagfolge, die aus einem Schlag aufs Grün (Chip) und einem Putt besteht – also quasi Einlochen in zwei Schlägen. Sie können sich auch mit Tees oder Pitchgabeln Parcours stecken, durch die Sie hindurchputten.“ In der Saison selbst sollten Sie sich vornehmen, so viel wie möglich auf dem Platz zu stehen. Sonst ist die gute Vorbereitung umsonst gewesen und Sie ärgern sich, wenn das Spiel nicht gelingen will. Und noch ein Tipp von Profi Charlotte Meis: „Beim Golfen muss man spielen, nicht denken. Das ist aber gar nicht so einfach – ich spreche aus Erfahrung!“ Das heißt, Sie sollten auch das mentale Training nicht vergessen, um den Kopf frei zu haben, wenn es an die Entscheidung geht. Ob Yoga oder Meditation, versuchen Sie herauszufinden, womit Sie sich wohl fühlen, was Ihnen gut liegt. Denn nur dann werden Sie es auch annehmen und genau wie Ihre Fitnesseinheiten zur Routine werden lassen. Tipp: Wenn Ihnen die Konzentration immer in den entscheidenden Momenten fehlt und Sie das Gefühl haben, den Kopf nicht frei zu bekommen, kann ein Mentaltrainer die Lösung sein. Sich zu konzentrieren, abzuschalten und sich nur auf das Hier und Jetzt einzulassen, das kann man tatsächlich lernen. Kein Wunder holen sich nahezu alle Profisportler bei speziell ausgebildeten Trainern professionelle Hilfe. Übrigens helfen die Übungen nicht nur beim Golfspiel weiter. Sich auf das Wesentliche in Stresssituationen zu fokussieren, ist auch im Job von großem Vorteil.
Bei allen Tipps, sollte man aber auch immer an eines denken: Golfspielen ist ein Hobby,

 

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