Einen überraschend anderen Wellness-Blick konnte SPA inside- Autorin Christa Möller bei ihrer Reise auf Bangkok werfen. Denn die quirlige Thai-Metropole ist nicht nur bunt und laut, sondern auch überraschend ruhig und grün.

Dunkle Dieselschwaden wabern durch die Straßen, dreirädrige Tuk-Tuks und Mopeds knattern um die Wette, Autos stehen zu jeder Tages- und Nachtzeit im Stau. Das Thermometer zeigt über 35 Grad und überall wuseln Menschen, wird gehupt, quäkt Musik … Ganz ehrlich, auf den ersten Blick kann Bangkok laut und anstrengend sein. Aber, versprochen: Es lohnt sich, etwas genauer hinzusehen. Die Stadt kann nämlich auch anders, setzt sich zusammen aus luxuriösen, hippen, exotischen und einfach nur wunderschönen Vierteln. Und hat sogar ihre grünen und ruhigen Seiten.

Bangkok liegt an einem breiten Fluss, dem Chao Phraya, – mit öffentlichen Fähren kann man also schon mal ganz easy dem Stop-and-go auf den Straßen entgehen. Oder man nimmt den schnellen Skytrain und gleitet in luftiger Höhe direkt zum Siam Square, in den schicken Teil der Stadt mit herunter gekühlten riesigen Einkaufszentren. Ganz in der Nähe der Zugstation liegt zum Beispiel das „Siam Paragon“, das vom Designerkleid über den angesagten Roman bis zum Lamborghini (!) auf 500 000 m² alles anbietet. Außerdem gibt´s dort 16 Kinos, ein Aquarium, in dem man mit dem Glasbodenboot über ein Haibecken fahren kann. Und, für mich das Beste: eine Food-Etage mit lauter pieksauberen Gar-Küchen, in denen die unterschiedlichsten Gerichte aus Thailand, China, Kambodscha und Vietnam wokfrisch zubereitet werden. Für ein paar Euro kann man überall probieren! Wer mag, fährt anschließend direkt gegenüber zum Sundowner in den 55. Stock und genießt in der Red Sky Bar unter freiem Himmel die frische Brise und einen super Blick auf die ganze Stadt!

Wo sich der Drache schlängelt
Ganz anders die Stimmung in Chinatown, wo man durch enge Gässchen unter rot-goldenen Lampions schlendert, auf bunten Märkten T-Shirts, kleine Buddhafiguren und chinesische Heilkräuter findet. Oder man ersteht in einem der vielen Schmuckgeschäfte in der Yaowarat Road, die sich wie ein Drache durch den Stadtteil schlängelt, einen Anhänger aus Gold oder Jade. Chinatown hat die meisten Goldläden in ganz Bangkok. Gegessen wird hier natürlich chinesisch, und das richtig gut – auch an den Straßenständen, die oft erst abends aufgebaut werden. Das Viertel zieht sich bis zum Hauptbahnhof, von dem u.a. der legendäre Luxuszug „Eastern&Oriental Express“ Richtung Singapur oder Laos abfährt. Farbrausch in Gold und Orange Traveller, die mit leichtem Gepäck unterwegs sind, zieht es eher nach Banglampoo, zum Beispiel in die Khaosan Road (bekannt aus dem Film „The Beach“) oder, etwas beschaulicher, in die Soi Rambutri, wo man in einfachen Pensionen wohnt, abends ein kühles Chang-Bier trinkt und die Fußgängerzonen auf- und abflaniert, vorbei an hunderten von Straßenhändlern, die alles verkaufen wollen, von der „original“ Louis Vuitton-Tasche bis zum gegrillten Skorpion. Richtung Fluss wird es feiner – man wohnt zum Beispiel im gerade renovierten „Navalai River Resort“, mit Pool auf dem Dach und kleinem Spa zum Entspannen. Von dort kommt man zu Fuß zum Sanam Luang, dem großen ovalen Platz, an dem der Königspalast und der Königstempel, Wat Phra Keo liegen. Verborgen hinter hohen weißen Mauern verbirgt sich eine märchenhafte Glitzerwelt mit goldenen Tempeldächern, bunten Mosaiken und funkelnden Edelsteinen. Hier lässt sich das alte, spirituelle Thailand noch erfahren – das auch an anderer Stelle überaus lebendig ist. (Text: Christa Möller. Foto oben: The Peninsula Bangkok)

1 KOMMENTAR

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