Anantara Grand Hotel Krasnapolsky. Vom Kaffeehaus eines Schneiders zur Grande Dame Amsterdams: Bis heute scheint im Krasnapolsky alles mit Sorgfalt auf seine Gäste zugeschnitten. Ein Ort mit Geschichte, der sich trotz seiner Größe angenehm persönlich anfühlt.
Das Anantara Grand Hotel Krasnapolsky macht seinem Namen alle Ehre. Es ist nicht nur das erste Haus am Platze, sondern auch ein Wahrzeichen der Stadt und eng mit der Geschichte Amsterdams verbunden. Das Grand Hotel hat der Metropole im wahrsten Sinne des Wortes zu mehr Glanz verholfen.
Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1866 zurück, als der aus Polen stammende Schneider Adolph Wilhelm Krasnapolsky am Dam-Platz ein kleines Kaffeehaus übernahm. Mit Unternehmergeist und Innovationsfreude entwickelte er daraus eines der bedeutendsten Hotels Europas.
Einen besonderen Coup landete er 1880 mit der Eröffnung des Wintergartens. Die prachtvolle, von exotischen Pflanzen geprägte Halle mit Glasdach wurde von Tausenden Glühbirnen erleuchtet – zu einer Zeit, als elektrische Beleuchtung noch eine Seltenheit war. Die spektakuläre Lichtinszenierung machte den Wintergarten stadtbekannt. Die Amsterdamer nannten ihn ehrfürchtig das „Wunder des Jahrhunderts“. Das Haus wurde damit zum gesellschaftlichen Treffpunkt der Stadt und zog Besucher aus ganz Europa an. Und: Generationen von Einwohnern Amsterdams feierten hier Bälle, Hochzeiten und bedeutende gesellschaftliche Anlässe – bis heute.



Fine Dining im „White Room“
Wo einst die feine Gesellschaft staunend unter Palmen flanierte, genießen heute die Gäste ihr Frühstück. Der imposante Wintergarten ist inzwischen denkmalgeschützt, wie auch der unmittelbar gegenüber liegende „White Room“, eines der ältesten Restaurants der Stadt. Die weißen Wandvertäfelungen, vergoldete Ornamente und die kunstvolle Decke … all das wird seit mehr als 140 Jahren liebevoll erhalten und bildet die Bühne für die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete moderne Fine-Dining-Küche.
Ein beliebter Treff von Gästen und Einheimischen gleichermaßen ist das direkt links vom Haupteingang befindliche Grand Café Krasnapolsky, ein immer gut besuchtes Bistro mit bestem Blick auf den trubeligen Dam-Platz. Serviert werden internationale Klassiker wie Steak Tartare, aber auch typisch niederländische Spezialitäten wie „Bitterballen“, mit Fleischragout gefüllte Bällchen. Ein Genuss!



Beautygeheimnis der Tulpen
Das Haus eröffnete nach umfangreicher Renovierung im Mai 2023 als Anantara Grand Hotel Krasnapolsky Amsterdam – mit 402 stilvoll gestalteten Zimmern und Suiten sowie dem Anantara Spa. Dessen Besuch lohnt sich unbedingt. Meine Empfehlung: das Black Tulip Radiance Facial mit den Produkten der Marke Bloomeffects. Deren Wirkstoffe werden aus der seltenen schwarzen Tulpe gewonnen, die in den holländischen Tulpenfeldern kultiviert wird. Die Extrakte sind besonders reich an Antioxidantien und hautschützenden Inhaltsstoffen und geben der Haut einen natürlichen Glow.
Das charmante Spa mit Sauna, Dampfbad und Infrarotplätzen, dem Ruheraum mit Patio sowie seinen individuellen Behandlungen, die innovative Hautpflege mit nationaler Identität verbinden, steht vielleicht für die gesamte Philosophie des Hauses: Eine perfekte Mischung aus Tradition und modernem Luxus. Es ist sympathisch, individuell, zeigt Geschmack und Extravaganz und hat vor allem eins: Stil. So wie auch sein Namensgeber Adolph Wilhelm Krasnapolsky. Ihm zu Ehren wurde übrigens die The Tailor Bar zu einer Art Atelier umgestaltet, von maßgeschneiderten Details im Interieur bis hin zur Idee, Cocktails wie individuelle Anzüge zu kreieren.
Die kreative Handschrift der hauseigenen Pâtisserie

Im Grand Café Krasnapolsky haben köstliche Versuchungen Tradition. Besonders begehrt sind die hausgemachten Macarons, Pralinen und feinen Törtchen aus der hauseigenen Patisserie von Pastry Chef Maartje de Nie. In der „Cake Room“-Vitrine werden die Kreationen wie kleine Kunstwerke präsentiert – von filigranen Macarons bis zu aufwendig gestalteten Schokoladenspezialitäten und saisonalen Highlights. Viele Gäste kommen gezielt zum Afternoon Tea, bei dem feine Pâtisserie auf herzhafte Köstlichkeiten trifft. Dazu ein Glas Champagner am Fenster, und der Trubel der Stadt rückt in weite Ferne. Wer erst später am Tag vorbeischaut, hat allerdings nicht immer die volle Auswahl – manche der begehrten Kreationen finden bereits am Vormittag ihre Liebhaber.
Anantara Grand Hotel Krasnapolsky Amsterdam
Dank seiner Lage direkt am Dam-Platz ist das Hotel bequem erreichbar. Vom Flughafen Schiphol gelangt man in rund 20 Minuten per Taxi oder in etwa 30 Minuten mit dem Zug zum Hauptbahnhof. Von dort sind es nur zehn Gehminuten oder wenige Minuten mit der Straßenbahn bis zum Hotel. www.anantara.com/en/grand-hotel-krasnapolsky-amsterdam
Eine Übernachtung für zwei Personen im Doppelzimmer kostet Ende Juli 741 Euro.
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