Auf historischen Pfaden
In Salta lebt es sich einfach gut. Nicht umsonst stammt der Name der Kolonialstadt vom alten Wort „sagta“ aus der Andensprache Aymara ab – und bedeutet „die Schönste“. Mehr als 4000 Kilometer nördlich von Ushuaia finden wir in der Kolonialstadt Salta endlich wohlige Wärme und echte Sommergefühle. Dafür sorgt nicht nur der Wein der Region, sondern vor allem der Charme der Stadt (600 000 Einwohner) mit ihrer reich verzierten Kolonialarchitektur wie dem prachtvollen ehemaligen Gouverneurspalast und der neobarocken Kathedrale am Plaza 9 de Julio. Zwischen Palmen, Blumen und Wasserspielen treffen sich hier die Menschen, um im Schatten zu ruhen, zu spielen, zu plaudern, zu picknicken. Beim Bummeln durch die engen Straßen entdecken wir reizende Lokale, hübsche Antiquitäten- und Trödelläden, grüne Innenhöfe hinter hohen Gittern, dunkel-geheimnisvolle Vinotheken wie Casa Moderna, wo die Weinregale bis zur fünf Meter hohen Decke reichen und es köstlich nach Schinken und Gewürzen duftet. Fast fühlen wir uns wie in Südspanien. Wäre da nicht die überwältigende, unbezähmbare Umgebung der Anden … Und die wollen wir mit einem Mietauto erkunden.
Die Nationalstraße führt durch Obst- und Tabakplantagen des Lerma-Tals zum bunten Felsenchaos der „Quebradas de las Conchas“. Wir können uns gar nicht satt sehen an diesen Berglandschaften. Überwältigend, was die Natur hier skulptiert hat – die „Garganta del diablo“ („Teufelsschlucht“) etwa oder das gewaltige Amphitheater „El anfiteatro“ mit grandioser Akustik. Die Gegend war vor zwei Millionen Jahren vom Ozean bedeckt, so lernen wir, bis die Anden sich hochstülpten und eine neue Landschaft formten, wo reißendes Hochwasser immer wieder die Straße wegschwemmt, so dass auch wir uns teilweise den Weg durch Furten bahnen müssen.
Im tropisch-heißen Cafayate auf 1600 Metern Höhe machen wir Zwischenstopp und lauschen den Samba-Rhythmen der Straßenmusikanten. Beim Ausflug zu den Ruinen der vor einem Jahrtausend dank Landwirtschaft sehr wohlhabenden Indio-Stadt Quilmes wird die andere Seite der Kolonialgeschichte lebendig: 130 Jahre hielten die 10 000 Einwohner heroisch den Spaniern stand, bis sie schließlich 1667 halb verhungert doch besiegt und nach Buenos Aires zwangsumgesiedelt wurden.

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