Die Regale in den Kosmetikabteilungen sind gut gefüllt mit vielen Glück verheißenden Beautyprodukten: Gel, Lotion oder Creme – was ist das Beste für meine Haut? Das Wellness-Reise-Magazin SPA inside gibt Tipps.

E dle Cremeschachtel reiht sich an Cremeschachtel, dazwischen große und kleine Tuben, schlanke Flaschen und Ampullen, in hübschen Boxen verpackt. Die Regale sind voll, die Auswahl an Beautyprodukten ist riesig und lässt die Augen der potentiellen Verwenderinnen, die davor stehen, leuchten. Gleichzeitig mischt sich jedoch Unsicherheit in den Blick: Welche Creme ist die richtige, was braucht man wirklich, und was ist definitiv zu viel?

Gute Pflege ist das A und O
Grundsätzlich gilt: Eine regelmäßige Pflege der Haut ist wichtig und sinnvoll. Hin und wieder mal was auszuprobieren geht ebenso wenig, wie vor den Regalmetern zu kapitulieren und gar nichts zu nehmen (es ist erstaunlich, wie viele Frauen tatsächlich nur Wasser zum Reinigen und hin und wieder die „blaue Dose“ verwenden). Sondern zuerst klären, welchen Hauttyp habe ich und was braucht dieser als tägliche Basispflege – und was ist das Goodie obendrauf.

Professionelle Hilfe ist jetzt gefragt, in Person der Fachverkäuferin in der Parfümerie. Oder Sie gehen zur Kosmetikerin und lassen sich dort grundlegend beraten. Das gilt auch, wenn sie seit Jahren die gleiche Creme verwenden und das Gefühl haben, dass diese nicht mehr den Ansprüchen Ihrer Haut genügt. Zuerst geht es um die klassische Einteilung, ob Ihre Haut eher fettig, fett- oder feuchtigkeitsarm ist oder ob Sie eher eine Mischhaut haben. Auch die Frage, ob die Haut regenerationsbedürftig ist oder eher sensibel, das sollte mit der Fachfrau geklärt werden. Neben dem Hautzustand spielen zudem das Alter und auch die Jahreszeit eine Rolle bei der Entscheidungsfindung. So braucht man in der Regel im Winter mehr Fett als im Sommer (im Winter produzieren die Talgdrüsen weniger Fett). Mit diesem Wissen kann man sich die Produkte in den Regalen schon etwas entspannter anschauen und einige aussortieren.

Grundsatzentscheidung
Die Regel, dass man nachts eher die gehaltvollen Cremes verwenden soll, u.a. auch damit man tagsüber nicht so glänzt, kann man bei den heutigen modernen Formulierungen nicht mehr so ohne Weiteres stehen lassen. Denn gehaltvoll, im Sinne der Wirkstoffe, können auch softe, rasch einziehende Cremes sein. Auch stimmt es nicht, das reifere Haut unbedingt hauptsächlich Fett benötigt und junge Haut gut nur mit Gel auskommt. Um eine gewisse Logik in das Pflegesystem zu bekommen, stellt sich also zuerst die Frage: Mehr Fett oder mehr Feuchtigkeit?

Wenn Fältchen kommen
Wenn Ihrer Haut eher Feuchtigkeit fehlt, können Sie das daran erkennen, dass sie nach dem Reinigen leicht spannt und sich im Laufe des Tages winzige Trockenheitsfältchen bilden. Intensiv feuchtigkeitsspendende Cremes schaffen hier Abhilfe. Bei Fluids bzw. Lotionen ist der Feuchtigkeitsgehalt sogar noch etwas höher. Der Fachmann spricht hierbei von sogenannten Öl-in-Wasser-Emulsionen, dass heißt der Fettanteil ist geringer als der Feuchtigkeitsanteil. Algen, Aloe Vera, wasserlösliche Vitamine, Harnstoff , Kollagen sowie Hyaluronsäure sind da erste Wahl. Die Hyaluronsäure hilft zudem. Wasser stärker in der Haut zu binden.Braucht die Haut Fett, dann fühlt sich die Oberfläche eher rau an und schuppt leicht. Die verloren gegangenen Lipide können jetzt am besten mit einer Wasser-in-Öl- Emulsion ersetzt werden. Diese enthalten, fettlösliche Vitamine, verschiedene Öle wie Jojoba- oder Mandelöl, Shea Butter, Ceramide … Aber auch reine Gesichtsöle, die die oft gereizte Haut auch beruhigen, sind gut geeignet. Warum reifere Haut oft mehr Fett braucht? Das liegt daran, dass die Talgdrüsen im Laufe der Jahre weniger Fett produzieren.

Rund um die Uhr
Bei vielen Cremes unterscheidet man zwischen Tages- und Nachtpflege. Sie können aber auch ein 24-Stunden-Pflege- Produkt wählen. Der Vorteil vieler Produkten für tagsüber: Sie ziehen in der Regel rascher ein und hinterlassen keinen Fettfilm. Und man kann zügig nach dem Eincremen eine Foundation auftragen. Außerdem ist oft in den Tagescremes ein Lichtschutzfaktor eingearbeitet. Ein zusätzliches Produkt fällt damit weg. Aber Achtung: Das gilt nur für den alltäglichen Umgang mit der Sonne. Für den Sommerurlaub oder einen längeren Aufenthalt in der Sonne unbedingt einen zusätzlichen Lichtschutz fürs Gesicht verwenden. In der Nachtpflege findet man vor allem Wirkstoffe, die der Haut helfen, sich über Nacht wieder zu regenerieren und fit für den nächsten Tag zu werden.

Das Pflegeplus
Als zusätzliches Pflegeprodukt sind sogenannte Ampullen und Wirkstoff konzentrate zu sehen. Sie gibt es als Kur für ein paar Wochen oder als tägliches Extra zu kaufen. Aufgetragen werden diese nach der Reinigung und vor der jeweiligen Tages- oder Nachtcreme. Die Wirkstoff e sind in Öl- oder Geltexturen verpackt und brauchen deshalb keine Emulgatoren. Meist in Ampullen oder Pipettenflaschen abgefüllt, entfallen auch noch die Konservierungsstoffe. Beides macht die Formeln besonders hautverträglich. Die Auswahl richtet sich danach, welche Wirkung Sie erzielen wollen. Vitamin A sorgt für mehr Frische, Antioxidanzien wie Vitamin C und E bekämpfen freie Radikale, die durch Umweltbelastungen vermehrt auftreten. Algenextrakte und Hyaluron versorgen die Haut sofort mit Feuchtigkeit. Übrigens: Nicht nur die richtigen Pflegeprodukte, auch ausreichend Wasser trinken und ein geregelter Schlaf sorgen für rundum schöne und gesunde Haut.