Die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten wirkt sich deutlich auf das Reiseverhalten der Deutschen aus. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag von HolidayCheck. 40 Prozent der Befragten gaben an, dass die politische Situation ihre Reisepläne stark oder sehr stark beeinflusst. Weitere 30 Prozent sehen zumindest einen teilweisen Einfluss. Damit fühlen sich insgesamt sieben von zehn Deutschen in ihrer Reiseplanung beeinflusst. 40 Prozent wollen auf andere Reiseziele ausweichen, 35 Prozent setzen verstärkt auf flexible Tarife. Auch Änderungen bei Reisezeitpunkt oder -art spielen für rund jeden Fünften eine Rolle. Immerhin 32 Prozent der Befragten geben an, dass sie trotz (Teil-)Reisewarnung entweder ganz sicher oder wahrscheinlich in ein betroffenes Land reisen würden.
Sicherer DACH-Raum
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild der aktuellen Sicherheitswahrnehmung: Am sichersten werden Deutschland, Österreich und die Schweiz eingeschätzt (70 Prozent), gefolgt von Westeuropa (56 Prozent) sowie Südeuropa und dem Mittelmeerraum (48 Prozent). Deutlich geringer ist das Sicherheitsgefühl bei weiter entfernten Regionen. So empfinden aktuell nur noch 3 Prozent der Befragten die Arabische Halbinsel als sicheres Reiseziel. Auch andere Fernreiseziele werden zurückhaltender bewertet: Nordamerika liegt mit 20 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie Mittel- und Südamerika. „Insgesamt zeigt die Umfrage, dass vor allem vertraute und schnell erreichbare Reiseziele als besonders sicher wahrgenommen werden. Mit zunehmender Entfernung sinkt das Sicherheitsgefühl. Kurz- und Mittelstreckenziele könnten daher in diesem Jahr besonders profitieren“, so Nina Hammer, Reiseexpertin bei HolidayCheck.
Sprit-Preise beeinflussen Reiseplanung
Neben geopolitischen Unsicherheiten wirken sich auch steigende Kraftstoffpreise deutlich auf die Reiseplanung aus: 47 Prozent der Befragten geben an, dass diese ihre Pläne stark oder sehr stark beeinflussen, weitere 33 Prozent teilweise. Es gibt verschiedene Lösungsansätze: 28 Prozent wollen auf andere Verkehrsmittel umsteigen, 26 Prozent andere Reiseziele wählen. Je 18 Prozent verändern Reiseart, Zeitpunkt oder Dauer. Nur 17 Prozent ziehen in Erwägung, ganz auf Reisen zu verzichten. Die Ergebnisse zeigen: Trotz anhaltender Unsicherheiten bleibt die Reiselust bestehen. Statt auf Urlaub zu verzichten, passen die Deutschen ihre Pläne flexibel an. Gleichzeitig zeigt sich bei einem Teil der Reisenden eine Bereitschaft, auch unter unsicheren Bedingungen zu reisen.
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