Die 17. Edition der Fragranze war erneut Anziehungspunkt für Duftbegeisterte aus aller Welt. Doch mit knapp 2000 Fachbesuchern aus 50 Ländern wurde das Vorjahresniveau nicht ganz erreicht. Vor Ort waren 600 ausländische Einkäufer (700 im Vorjahr), die meisten von ihnen aus Frankreich, Russland, Deutschland, Spanien. Zu sehen gab es 170 Maisons und Marken, 70 Prozent von ihnen aus dem Ausland. Neben dem Fokus auf Duft wurde auch die Pflege in Szene gesetzt. Eine Diskussionsrunde widmete sich Skincare-Trends. Die Kultur des Duftes aufzuzeigen und zu beleuchten, ist jedoch erklärtes Ziel der Fachmesse. Ergänzend zur Markenpräsentation wird das Thema Duft durch Installationen, Gespräche sowie informative Insights gespielt. So organisierte das Dufthaus Mane eine Gesprächsrunde zum Thema Holznoten, der Fashion- und Fragrance-Experte Marco Ricchetti präsentierte Zahlen und Fakten über den europäischen Nischenmarkt und weitere interaktive Gesprächsformate zogen das interessierte Publikum an.

Duft-Events

Nach der Initiative „La Città delle Fragranze“ (Die Stadt der Düfte) im letzten Jahr fanden auch diesmal Veranstaltungen in ganz Florenz statt. An 18 Orten wurden 35 Events geboten – von einem Cocktailmixer, der Duftdrinks arrangierte, über geführte Touren, etwa durch das Museum Villoresi, die traditionsreichen Räume von Santa Maria Novella und die Gärten von Florenz bis hin zu „Woody Notes“ in der bekannten Parfümerie Campomarzio 70. „Wir sind mit dem großen öffentlichen Interesse und dem sehr positiven Feedback der Einkäufer und Presse zufrieden – wie auch mit dem Programm, das einem Festival gleichkommt“, resümiert Agostino Poletto, Geschäftsführer der Pitti Immagine. „Ich mochte diese Veranstaltung mehr als jene der Vorjahre“, so das positive Fazit von Marion Faber, Geschäftsführerin Nägele & Strubell aus Wien. „Sie war konzentrierter, vielleicht etwas kleiner, aber alle Nischenmarken waren dort. Ich habe viele neue Marken gefunden, mit denen ich gerne in nächster Zeit arbeiten würde.“ Auf die 18. Edition darf man schon gespannt sein.

Dr. Bodo Kubartz