Es führen bekanntlich viele Wege nach Rom und es gibt viele Gründe für einen Besuch dieser pulsierenden Kulturmetropole. In erster Linie ist die Altstadt erklärtes Ziel der Besucher. Hier, im Centro Storico, konzentriert sich all das, was Rom so einzigartig macht. Man kann sich kaum sattsehen an den beeindruckenden Zeugnissen einer großen Kultur. Ob römische Antike, Renaissance oder Barock – alle Epochen haben sich in der italienischen Hauptstadt in Tempeln und Thermen, Kirchen und Palästen, Plätzen und Brunnen opulent verewigt. Jeder Kunst- und Kulturinteressierte begegnet hier Michelangelo, Bernini, Raffael & Co. auf Schritt und Tritt. Steht immer wieder staunend vor all der Pracht und Herrlichkeit, die sich etwa in den Vatikanischen Museen und im Petersdom findet oder am Colosseum und all den anderen Ruinen der Antike auf dem Forum Romanum. Oder im Pantheon, diesem mächtigen Bauwerk mit der runden Öffnung in der Kuppel. Dieser Oculus ist seine einzige Lichtquelle.

Rom zu entdecken heißt aber auch, sich einfach treiben zu lassen, ohne allzu viel Programm, dem Rhythmus der Stadt und ihrer Stimmung auf die Spur zu kommen. Wir geben Tipps für ein Wochenende in der Metropole.

FREITAG: Rom auf sich wirken lassen

Einen ersten atemberaubenden Blick auf die Stadt hat man vom Pinciohügel aus. Von der Piazza del Popolo geht’s hinauf zu den Pincio-Terrassen und dem Park „Villa Borghese“. Was für eine Aussicht – man kann sogar den Petersdom erkennen. Wenn Sie weiterschlendern, kommen Sie direkt oberhalb der Spanischen Treppe raus. Ein sehr beliebter Treffpunkt und der Hot Spot, um einen römischen Sonnenuntergang zu erleben. Sie werden nie wieder weg wollen. Schreiten Sie die barock geschwungene Treppe hinunter, über die Piazza di Spagna direkt in Roms Luxus-Shoppingmeile Nummer 1: die Via dei Condotti. Prada, Gucci, Max Mara, Ferragamo liegen hier dicht an dicht. In den schmalen Straßen zwischen diesen beiden Plätzen laden zahlreiche nette Restaurants, Cafés und Eisdielen ein, Rom auch von seiner kulinarischen Seite kennenzulernen. Hunger? In der Via Ripetta haben Sie die Qual der Wahl. Ich habe im Ristorante Ad Hoc sehr gut gegessen und im Babett in der Via Margutta.

SAMSTAG: Einfach treiben lassen

Beginnen Sie Ihren ersten kompletten Rom-Tag relativ zeitig und stilecht mit einem italienischen Frühstück in einer klassischen italienischen Bar. Im Stehen einen Espresso (die Italiener sagen Caffè) oder Cappuccino, ein Cornetto oder Brioche dazu, fertig. Die Italiener machen das immer so, da in Bars für einen Sitzplatz eine Servicegebühr fällig ist. Bis etwa 10 Uhr sind die meisten der Touristen-Plätze noch nicht übervölkert und man hat die Straßen und Plätze (fast!) für sich alleine. Sogar am berühmten Trevi-Brunnen finden Sie dann noch ein Plätzchen, um eine Münze hinein zu werfen. Soll Glück bringen. An der Piazza Navonna oder der Piazza dei Fiori, wo täglich Markt ist, werden vor den Restaurants noch Stühle und Tische gerichtet für die kommende Besucherschar. Morgens (und auch am Abend) zeigt sich die Stadt in einem besonders schönen Licht – perfekt für tolle Fotos. Gehen Sie von der Piazza Navonna hinüber zur Engelsburg, steigen Sie dort hinunter ans Ufer des Tibers und spazieren sie bis zur Isola Tiberina, dieser minikleinen Insel mitten im Fluss. Es begegnen Ihnen höchstens ein paar Jogger oder Herrchen mit Hunden und Sie können die imposante Engelsburg einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel vor die Linse nehmen. Auf der Insel, auf dem Platz vor der Kirche San Bartolomeo all’Isolavor, setzen Sie sich im Caffè Tiberino gemütlich in die Sonne. Trastevere, nur kurz die Brücke überquert, ist Ihr nächstes Ziel. Ein quirliges Viertel mit lässigen Kneipen, kleinen Geschäften und engen Gassen. Zeit für ein Mittagessen, Pranzo sagt man hier dazu. Wem’s auf der Piazza di Santa Maria in Trastevere zu touristisch ist, dem sei das Vin Allegro auf der Piazza Giuditta Tavani Arquati empfohlen. Ein authentisches Ecklokal mit guter Küche, toller Weinkarte und wenigen Stühlen auf dem Gehweg. Nach dem Essen machen Sie sich auf den Weg zurück auf die rechte Tiberseite. Vorbei am antiken Teatro Marcello und dem imposanten Vittorio-Emanuele-II Denkmal geht’s ins Alte Rom. Dank einer ausgefeilten Multimedia-Show erwacht es im Caesar-Forum von April bis Oktober jeden Abend wieder zum Leben. 45 Minuten dauert die Show. Sie muss im Internet vorab gebucht werden (www.viaggioneifori.it).

Eines der schönsten Viertel mitten im Zentrum ist Monti, ein Dorf in der Stadt. Über Kopfsteinpflaster geht es vorbei an tollen Boutiquen und Kunsthandwerkern, an charmanten Stadthäusern mit morbiden Fassaden und Efeuberankung sowie einer großartigen Auswahl an entzückenden Lokalen, Restaurants und Bars. Das La Bottega del Caffè auf der Piazza della Madonna dei Monti ist perfekt, um abends bei einem Aperitivo das Treiben auf dem Platz zu beobachten. Am besten lässt man sich einfach durch diese Straßen treiben: Via Leonina, Via Urbana, Via degli Zingari, Via Panisperna, Via dei Serpenti, Via del Boschetto. Samstags und sonntags findet ein sehr sehenswerter Vintage- und Designmarkt in der Via Leonina statt. Shopping-Queens, denen die Via dei Condotti zu teuer ist, sollten das kreative Monti ansteuern.

SONNTAG: Ausflug ins Grüne

Keine Angst, Sie bleiben trotzdem mitten in der Stadt. Wenn Sie also Lust auf Natur haben, sollten Sie unbedingt die Villa Borghese besuchen, mit einem der schönsten Parks der Stadt. Mit 79 Hektar ist sie nicht nur die größte, sondern auch die belebteste und beliebteste Parkanlage. Hier entspannt der Römer, treibt Sport und kann auch noch Kultur erleben und genießen. Den Park erreicht man von der Piazza del Popolo aus über die Aussichtsterrasse des Pincio oder von der Porta Pinciana aus, am oberen Ende der Via Venetto. Man kann ihn auch mit dem (Leih-)Rad entdecken und auf dem kleinen See mit Tempel gemütlich eine Runde rudern. Eine weitere Attraktion: Die Mongolfiera, ein bunter Fesselballon, der bei passender Witterung auf 150 Meter steigt und Mitfahrern einen herrlichen Blick über die Ewige Stadt gewährt. Größter Anziehungspunkt im Park ist die Galleria Borghese mit einer der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt, mit Meisterwerken aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Unsere Hoteltipps für Rom:

  • ROCCO FORTE HOTEL DE RUSSIE: Gelegen an der Via del Babuino. Zum Bahnhof Roma Termini fährt man mit dem Auto 15 Minuten, Flughafen Ciampino und Flughafen Fiumicino sind je knapp 40 Minuten entfernt. www.roccofortehotels.com
  • Hotel Eden: Das Luxushotel liegt unweit der Spanischen Treppe und der Via Veneto. Bahnhof Roma Termini: 15 Minuten entfernt, Flughafen Ciampino und Flughafen Fiumicino je knapp 40 Minuten. www.dorchestercollection.com
  • GRAN MELIÁ ROME: Via del Gianicolo, 3. Das Mitglied der Leading Hotels of the World liegt auf der anderen Seite des Tibers, 8 Min. von Vatikan und Engelsburg entfernt. 20 Min. zum Bahnhof Roma Termini, zum Flughafen Fiumicino fährt man 35 Min, zum Airport Ciampino
    45 Min. www.melia.com
  • PALAZZO MONTEMARTINI: Largo Giovanni Montemartini 20. Zum Bahnhof Roma Termini ist es nur ein Sprung über die Straße. Die Flughäfen Ciampino und Fiumicino je knapp 40 Fahrminuten entfernt. www.palazzomontemartini.com