37,5 Grad Celsius warmes Thermalwasser, toskanische Küche und viel Zeit zum Entspannen: In der Terme di Saturnia zeigt sich, warum die alte Badekultur gerade ein Comeback erlebt.
Wer an die Toskana denkt, sieht sanfte Hügel, Zypressen, Dolce Vita und weltberühmte Kunst vor sich. Ebenso tief in der Kultur verwurzelt ist das Thermalbaden – allen voran in den ikonischen Quellen von Saturnia. Neben den öffentlich zugänglichen Steinterrassen mit ihrem konstant 37,5 Grad Celsius warmen Wasser lädt die „Terme di Saturnia“ als luxuriöses Wellbeing-Resort dazu ein, die Kraft der Quellen in stilvollem italienischem Ambiente zu erleben.
Ich muss gestehen: Thermalbaden, das habe ich als Spa-Profi bisher nur sporadisch betrieben – leider, denn: Was einst die Römer kultivierten, erlebt heute ein eindrucksvolles Comeback – und das völlig zurecht. Nicht umsonst zählt Thermalbaden zu den größten globalen Wellnesstrends. Im Zuge der Longevity-Bewegung rücken die gesundheitlichen Effekte wieder stärker in den Fokus: „Die schwefelhaltige Mineralzusammensetzung fördert die Hautregeneration, entspannt die Muskeln und bringt das Nervensystem ins Gleichgewicht“, sagt
Dr. Piergiorgio Calcaterra, Medizinischer Direktor der Terme di Saturnia. Was zudem spannend ist: Die Therme ist der perfekte soziale Rückzugsort für gemeinsame Erlebnisse – ganz im Sinne der römischen Badekultur. Hier floate ich stundenlang durchs warme Wasser, plaudere und vergesse die Zeit. Ganz ohne Handy und dem ständigen Blick aufs Display – das kann ja schließlich nicht mitgenommen werden.


Neben dem reinen Badeerlebnis bietet das modernisierte Resort ein breites Spektrum an mehrtägigen Programmen – von Detox bis Longevity. Aber auch ohne gebuchtes Paket lohnt sich eine Behandlung. Besonders empfehlenswert ist die für die Gegend typische „Ulivitas“-Therapie: ein sanftes Peeling aus Olivenöl und Basilikum, gefolgt von einer nährenden Schlammpackung mit Thermalwasser, in deren Wärme meine Lieder ganz schnell schwer werden und ich komplett abschalte.
Auch kulinarisch erfüllt das zu den „Leading Hotels of the World“ zählende Haus höchste Ansprüche. Gäste werden den ganzen Tag über verwöhnt – sowohl im eleganten „1919 Restaurant“ als auch im auf einer Anhöhe gelegenen, rustikalen „Stellar Restaurant“ im typisch toskanischen Stil. In letzterem verbringe ich einen Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird: Trüffelpasta aus dem Parmesanlaib und klassisches Tiramisu werden liebevoll direkt am Tisch zubereitet. Die Rückfahrt zum Haupthaus unter dem Sternenhimmel und einem aus dem Radio dröhnenden „Felicità“ macht den Abend perfekt – entspannter lässt sich die Toskana kaum erleben.

Terme di Saturnia
Mit dem Flugzeug nach Rom-Fiumicino, von dort sind es rund 150 Kilometer mit Mietwagen oder Transfer nach Saturnia. Alternativ Anreise per Auto über Florenz. www.termedisaturnia.it
Preis: 3 Nächte ab 980 Euro in einem Deluxe-Zimmer inklusive Frühstücksbuffet für 2 Personen.
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