Die Independent Hotel Show Munich (IHM) hat am 16. und 17. September das MOC München zum dritten Mal zum Treffpunkt der unabhängigen Hotellerie im deutschsprachigen Raum gemacht. Über 2.000 Fachbesucher und rund 170 Aussteller kamen zur Fachveranstaltung. Mehr als 45 Talks und Panels spannten den Bogen von Führung, Fachkräftemangel und Generationenfragen über Design, Nachhaltigkeit und neue Luxuskonzepte bis zu Technologie, KI und Longevity.
„Die dritte Ausgabe der Independent Hotel Show Munich hat gezeigt, wie groß der Bedarf an persönlichem Austausch, konkreten Lösungen und neuen Perspektiven in der unabhängigen Hotellerie ist. Sehr positiv blicken wir auf die Qualität der Gespräche und Kontakte. Für uns zählt nicht die reine Quantität, sondern dass die relevanten Entscheider vor Ort sind und aus Begegnungen konkrete Leads und neue Kundenbeziehungen entstehen. Dass sich Hoteliers, Branchenpartner und Vordenker hier auf Augenhöhe begegnen, bestätigt unseren Anspruch, die IHM als relevanten Treffpunkt für die unabhängige Hotellerie im DACH-Raum weiterzuentwickeln. Besonders gefreut haben wir uns über den erhöhten Gästeanteil aus Südtirol in diesem Jahr“, resümiert Messechef Moritz Schleich.



Inspiration und Austausch auf vier Bühnen
Mit Vision Stage, Innovation Stage, Digital Stage und Social Business Space bot die IHM auch 2026 ein breit gefächertes Bühnenprogramm. Besonders großen Zuspruch fand auf der Innovation Stage die Diskussion „Die neue Sichtbarkeit entscheidet: Wie Hotels in volatilen Zeiten erfolgreich bleiben“ mit Vertreterinnen des Stanglwirt, des Alpenhotel Kaiserfels und des Hotel Jungbrunn. Im Mittelpunkt standen veränderte Gästeerwartungen, neue Suchgewohnheiten und die Frage, wie Hotels in einem zunehmend digitalen Umfeld sichtbar bleiben. Weitere Perspektiven lieferte unter anderem Matthias Winkler, CEO der Sacher Hotels, der auf der Vision Stage zeigte, wie sich Tradition und Innovation als strategische Partner der Unternehmensentwicklung verbinden lassen. Ebenfalls auf großes Interesse stieß das Panel „Zwischen Glamour und Wellbeing – Wem gehört der Luxus von morgen?“ mit Frank Marrenbach, CEO von Althoff Hotels, und Christian Siegling, COO der Lanserhof Group. Die Diskussion griff die wachsende Bedeutung von Wellbeing, Longevity und neuen Vorstellungen von Luxus in der Hotellerie auf. Auf der Digital Stage ging es entsprechend praxisnah um Tech-Stacks, Revenue Management, digitale Gästekommunikation und den sinnvollen Einsatz von KI im Hotelalltag. Im Fokus stand dabei immer wieder die Frage, wie Technologie Prozesse erleichtern kann, ohne den Menschen und die persönliche Gastgeberrolle aus dem Blick zu verlieren.
Themen wie KI, Nachhaltigkeit und Profitabilität, Destinationsentwicklung, Nachfolge und Longevity beschäftigen die Hotellerie unmittelbar und sollen auch künftig Raum im Programm erhalten. Für Messechef Moritz Schleich ist dabei weniger ein prominenter Keynote-Name entscheidend als die Relevanz eines Themas und die Persönlichkeit, die es auf der Bühne vermittelt.



Themenwelten und innovative Lösungen auf der Ausstellungsfläche
Unter den diesjährigen Ausstellern zeigte sich die Bandbreite der Themen, die unabhängige Hotels aktuell beschäftigen. Rund 60 Prozent der Aussteller waren erstmals auf der IHM vertreten. Die Green Energy Zone bündelte Lösungen für Energieeffizienz und zukunftsfähige Infrastruktur, die Start-up Zone gab jungen Unternehmen Raum für neue Produkte und Geschäftsmodelle und die Art Gallery rückte Kunst als Bestandteil moderner Hotel- und Interior-Konzepte in den Fokus. Damit reichte das Angebot von Design, Technologie und operativen Lösungen bis zu Nachhaltigkeit, Innovation und Kunst. Neu hinzugekommene Bereiche wie die Tiny Space Houses ergänzten die thematische Aufteilung. Nach Einschätzung von Moritz Schleich hat diese Struktur sehr gut funktioniert, weil sie unterschiedliche Themen sichtbar macht und Besuchern Orientierung gibt.
Independent Hotel Show Munich Awards 2026
Ein Höhepunkt des ersten Messetages war die Verleihung der Independent Hotel Show Munich Awards 2026, präsentiert in Kooperation mit HotelPartner. Als Hotel of the Year wurde das Wilmina in Berlin ausgezeichnet. Der Titel New Hotel of the Year ging an das Hotel Schani City in Wien, während das Biohotel Bühelwirt in Südtirol den Award Hotel Design of the Year erhielt. Zum Hotel Leader of the Year wurde Franz-Josef Perauer, Eigentümer und Geschäftsführer des Alpine Hideaway ZILLERTALERHOF in Mayrhofen, gewählt.
„Die vier ausgezeichneten Häuser und Persönlichkeiten zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, was die unabhängige Hotellerie auszeichnet: eine klare Handschrift, unternehmerischer Mut und außergewöhnliche Gastgeberqualität“, kommentiert Messechef Moritz Schleich. „Wir gratulieren allen Ausgezeichneten herzlich und freuen uns, dass wir ihnen in München die verdiente Bühne geben konnten.“
Begegnung, Genuss und Community
Neben Bühnen und Ausstellungsfläche blieb der persönliche Austausch ein zentraler Bestandteil der Messe. Im Tiny House produzierten Ronald M. Arndt und Katharina Beatriz Varga während beider Messetage Gespräche für das „REALTALK“ Live-Podcast-Studio. Der Biergarten, der Südtirol-Abend am ersten Messetag und das Power Breakfast am zweiten Morgen schufen zusätzliche Treffpunkte für Gespräche und neue Kontakte. „Wir haben über beide Tage ein echtes Miteinander erlebt“, sagt der Messechef. „Genau das möchten wir mit der Independent Hotel Show Munich schaffen: eine Plattform, auf der sich die Branche austauscht, vernetzt und voneinander profitiert.“


Blick nach vorn
Nach der dritten Ausgabe richtet sich der Blick bereits auf die Independent Hotel Show Munich 2027. Die nächste Ausgabe findet am 15. und 16. September 2027 erneut im MOC München statt. Die Messe soll ihrem bisherigen Charakter treu bleiben, voraussichtlich noch etwas wachsen und Content, Bühnen und Austausch weiterhin stark gewichten. Geplant ist zudem eine neue IT-Customer-Journey für Hoteliers.
Aufmacherbild: Julian Hartwig








