Goldene Buddhas und exzellente Küche – das verbindet man mit dem südostasiatischen Königreich. Dabei ist Thailand noch viel mehr als diese Klischees: Zum Beispiel ein Traumziel für Golfspieler aus der ganzen Welt. 200 Plätze gibt es zu erkunden.

Thailand ist das Golf-Paradies schlechthin in Asien – und das nicht erst seit gestern: Bereits 1924 wurde der Royal Hua Hin Golf Course eröffnet. Mittlerweile gibt es weit mehr als 200 hervorragende Golfplätze im ganzen Land. Dazu goldverzierte prächtige Tempelanlagen, pudrig weiße Strände, Trauminseln mit einer schillernden Unterwasserwelt oder wilde, mit immergrünem Dschungel bedeckte Berglandschaften – Thailand fasziniert immer wieder neu durch seine exotische Vielfalt. Kulinarisch kommt man in Siam, wie das Königreich früher hieß, ebenfalls voll auf seine Kosten. Essen ist eine Leidenschaft der Thais. Die köstliche Thai-Küche mit ihren raffinierten Aromen aus Zitronengras, Ingwer, Thai-Basilikum, rotem Chili, Koriander oder Kokosmilch ist sicherlich eine der besten und aufregendsten der Welt und macht süchtig. Viele Hotels bieten inzwischen auch Kochkurse an. Bitte lächeln: Die Thailänder sind herzlich und äußerst gastfreundlich und ihr Lächeln ist ein Markenzeichen genauso wie die vergoldeten Buddha-Statuen, die schwimmenden Märkte und Garküchen. Gesegnet mit einem tropischen Klima heißt es für Golfer und Wassernixen ganzjährig Hochsaison.

Quirlige Metropole
Bangkok, die 8-Millionen-Metropole am Chao Phraya – vielleicht sind es auch 12 Millionen, genau weiß das niemand – ist wie ein aufregend tropischer Cocktail, den man jedes Mal wieder aufs Neue genießt. Sie begeistert durch ihre Vielschichtigkeit, ihre Mischung aus Tradition und Moderne, Chaos und Gelassenheit, Exotischem und Banalem, durch scheinbar kaum miteinander zu vereinbarende Gegensätze und zieht einen immer wieder in ihren Bann. Als Verkehrsmittel empfehlen sich das Expressboot oder, wo immer möglich, der Skytrain, ein moderner Zug, der auf hohen Betonstelzen mühelos über den Dauerstau hinweg schwebt. Wagemutige stürzen sich mit einem Tuk-Tuk, das garantiert durch jedes Nadelöhr passt, ins Gewimmel und nehmen dafür einen erhöhten Adrenalinspiegel in Kauf. Neben Kultur und einer Runde Shopping sollte man auf jeden Fall auch eine Runde Golfen, denn in und um Bangkok herum gibt es grandiose Golfplätze: President Country Club (Robert Trent Jones Jr.), Thana City Golf & Country Club (Greg Norman), Alpine Golf & Sports Club (Ronald M. Garl) oder den Bangkok Golf Club, den man dank Flutlicht auch abends bespielen kann.

Den Royals ganz nah
Wenn Sie einmal thailändische Royals treffen möchten, stehen die Chancen dazu gut im nur drei Autostunden von Bangkok entfernten Hua Hin, dem ältesten Seebad Thailands. Dort hat die königliche Familie ihren Sommerpalast. Das königliche Seebad am Golf von Siam ist seit Generationen bevorzugter Badeort der thailändischen High Society. Während andere Ferienziele Thailands fast ausschließlich auf ausländische Gäste ausgerichtet sind, ist Hua Hin traditionell ein Urlaubsort für Thais und Ausländer. Hier wird der grüne Sport seit 1924 gepflegt – auf dem Royal Hua Hin Golfclub, dem ersten 18-Loch Golfplatz von A.O. Robbins. Inzwischen haben sich Hua Hin und Cha Am zu beliebten Golfdestinationen entwickelt. Es gibt erstklassige Plätze in der Umgebung wie den Majestic Creek Country Course oder den von Jack Nicklaus entworfenen Springfield Royal Country Club. Südthailand besticht mit seinen Trauminseln. Wie an einer Perlenschnur reihen sich im Süden Thailands schneeweiße Buchten aneinander: Träume aus Sand und Palmen. Sonnenverwöhnte Strände werden von den warmen, blauen Wellen der Andamanensee und des Golfs von Thailand umspült. Ausflüge führen zu unzähligen, kleinen, vorgelagerten Inseln und Korallenriffen. Doch auch auf Trauminseln muss man wissen, wo es sich am schönsten träumt und natürlich, wo man auch den Schläger schwingen kann. Zum Beispiel auf Koh Samui, der Kokospalmeninsel im Golf von Siam. Und nicht zu vergessen den Klassiker Phuket, die größte thailändische Insel, die einfach alles bietet. Auf dem Blue Canyon Course schlugen bereits Weltstars wie Nick Faldo, Ernie Els und Tiger Woods ab. Ein Paradies für Traveller, die sowohl mit dem Golf-Set, als auch mit dem Strandoutfit unterwegs sind. Im Norden Thailands lässt es sich vortrefflich in frischer Bergluft und spektakulärer Szenerie golfen. Dort locken eine atemberaubend schöne Natur, smaragdgrün bewaldete Berglandschaften, die Nähe zu exotischen, einheimischen Bergstämmen, Ausflüge auf Elefantenrücken und Bambusflößen in den Dschungel. Im „Goldenen Dreieck“ an der Grenze zu Myanmar und Laos, früher berühmt-berüchtigt wegen des Drogenanbaus, kann man sich heute an seinem Golfspiel auf anspruchsvollen Plätzen berauschen. Durch die Höhe sind die Temperaturen gemäßigter und angenehmer. Ein himmlischer Platz, an dem man noch das ursprüngliche Thailand erleben und tiefer in die Traditionen und Historie des Königreichs eintauchen kann. (Text: Heike Neuenburg, Foto: Banyan Tree Samui)