Mandarin Oriental: Ein Hauch von Asien

Draußen vor der Tür pulsiert das Leben. Eine Boutique reiht sich an die nächste. Dazwischen locken Theater und Museen. Und die Türme der Banken sind auch nicht weit weg. Inmitten dieser drei Puzzleteile, die den Mailänder Alltag ausmachen, hat eine Oase ihre Pforte geöffnet: das erste Haus von Mandarin Oriental in Italien. Und dafür wurde geklotzt – nicht gekleckert. Zwischen Via Monte di Pietà und Via Andegari, die parallel verlaufen, wurde ein Palast (eigentlich sind es vier Gebäude) aus dem 18. Jahrhundert umgebaut. Noch vor ein paar Jahren wurde hier drin viel Geld bewegt. Doch die Bankenzeit ist vorbei. Aus schnöden Büros wurden mehr als 100 Zimmer, davon ein Drittel Suiten, in denen jetzt die Hotelgäste residieren. Erst wer durch einen der eher unscheinbaren Eingänge kommt – das geht von beiden Straßen aus – sieht, welche Perle da vor ihm liegt. Zum früheren Palazzo Confalonieri, gebaut als Herrschaftshaus, gehören großzügige begrünte Innenhöfe. Dort sitzt es sich an lauen Sommertagen unter freiem Himmel entspannt so ganz fernab vom Alltag. Ein Aperitivo darf da nicht fehlen.

Es duftet exotisch

Doch zurück ins schicke Innere: Ein Hauch Orient trifft auf Mailänder Schick – so lässt sich das Design-Konzept umschreiben. Beim Um- und Ausbau wurde Wert auf Material aus der Region gelegt, etwa beim Marmor, der mit dunklem Holz korrespondiert. Und doch zieht sich ein fernöstlicher Touch durchs ganze Haus. Das fängt beim exotischen Duft an (eigens für Mandarin Oriental kreierte Raumparfums) und hört nicht zuletzt im noblen Spa auf. Dorthin können die Hotelgäste mit dem Fahrstuhl fahren. Hier plätschern kleine Brunnen, laden gemütliche Sitzecken zum Verweilen ein. Selbst die kurze Wartezeit bis zur Massage wird nicht langweilig. Sechs Behandlungsräume gibt es, teils mit Platz für Paare, die gemeinsam behandelt werden möchten. Gepflegt wird mit Produkten von Aromatherapy Associates oder Natura Bissé. Vor allem das Time Ritual kommt bei den Gästen an: Nicht eine ganz bestimmte Behandlung buchen, sondern einfach Zeit. Das geht los ab 50 Minuten, wobei die Therapeuten gemeinsam mit dem Gast entscheiden – soll es eher eine klassische entspannende (Rücken-)Massage sein? Oder doch eine Thai-Massage für den ganzen Körper? Je nach Tageszeit oder persönlicher Stimmung lässt sich so gemeinsam das beste Erlebnis entwickeln.

Um Erleben geht es auch oben im Restaurant. Aus Apulien ist Chefkoch Antonio Guida, gekrönt mit zwei Michelin-Sternen, in den italienischen Norden gekommen. Seta, auf deutsch: Seide, heißt sein Restaurant – eine Reminiszenz zum einen an die Stoffe, die in Mailand zu Kleidung verarbeitet werden. Und zum anderen an die Seidenstraße, über die sie aus fernen Ländern gebracht wurden. Kreativ und zeitgenössisch geht es in den Kochtöpfen zu, wobei es sinnvoll ist, zu reservieren – die 50 Plätze sind schnell ausgebucht und äußerst beliebt, auch bei den Mailändern.

MANDARIN ORIENTAL
Nur ein Katzensprung ist es zu Fuß von der Scala bis ins Hotel. Die U-Bahn-Linie 3 hält in Montenapoleone (5 Minuten entfernt). Malpensa-Flughafen mit Mietwagen oder Taxi: etwa 50 Minuten. Linate: gut 30 Minuten entfernt. Übernachtung mit Frühstück für 2 Personen ab 770 Euro.

www.mandarinoriental.de/milan

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