Naturkosmetikmarkt 2016: Deutliche Differenzierung im Handel

In der Gunst der Konsumenten steht Naturkosmetik weiterhin hoch im Kurs. Mit 4,5 % Umsatzplus bleibt Naturkosmetik ein stabiler Wachstumsmarkt und ist damit zusammen mit naturnaher Kosmetik (+7,9 %, laut Information Resources Deutschland 2016) signifikantes Wachstumssegment für den gesamten Kosmetikmarkt. Der IKW (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel) hat für den Gesamtmarkt Kosmetik 2016 ein Wachstum von 1,7 % prognostiziert. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie stark sich die Kosmetikumsätze zugunsten von naturnaher und Naturkosmetik verschieben. Skandale wie Mikroplastik im Meer, der Klimawandel und der Wunsch nach ethisch und ökologisch korrekten Produkten heizen die Nachfrage an. Laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) hat sich die Käuferreichweite in Deutschland weiter erhöht und liegt nun bei 23,1 % (laut Individual Consumer Panel GfK 2016). Diese Kennzahl belegt, dass auch im zurückliegenden Jahr noch mehr Konsumenten Naturkosmetik in den Einkaufskorb legten.

Die Entwicklung Richtung Mainstream fordert allerdings auch ihren Tribut: Im Rahmen des harten Preiswettbewerbs in den Drogeriemärkten gerät Naturkosmetik unter Preisdruck – mit Auswirkungen auf das Umsatzwachstum des gesamten Naturkosmetikmarktes. Naturkosmetik wächst umsatzbezogen langsamer als in den letzten Jahren.

Die Dynamik in den einzelnen Vertriebswegen könnte unterschiedlicher nicht sein: 60 % der Absatzkanäle zeigen eine sehr dynamische Entwicklung. Der Kosmetikfachhandel, inklusive der Kauf- und Warenhäuser, legt deutlich zu und baut seine Marktanteile aus. Durch Neulistung von Naturkosmetikmarken und vielfältigen Verkaufsaktivitäten verzeichnet der Drogeriemarkt – trotz Preisabsenkungen – ein Umsatzplus von rund 7 % bei Naturkosmetik. Auch der Onlinehandel gehört mit 10 % Plus (Erhebung Institut für Handelsforschung Köln, September 2016) zu den starken Gewinnern der Branche. Traditionelle Kanäle wie der Bio-Fachhandel, inhabergeführte Naturkosmetik-Fachgeschäfte und Naturkosmetikerinnen sowie das Reformhaus dagegen stagnieren. In der Apotheke ist für 2016 sogar ein deutlicher Rückgang bei Naturkosmetik zu verzeichnen.

Angebot und Nachfrage nehmen nach wie vor zu. Vor allem sind immer mehr jüngere Konsumenten an grünen Schönheitsprodukten interessiert. Allerdings entspricht das Angebot im stationären Handel nicht immer den Erwartungen dieser anspruchsvollen Kunden. Sie kaufen ihre Produkte deshalb häufig in Web Shops. Die fehlende Beweglichkeit von Marken und Handelsunternehmen kommt vor allem Newcomern und dem Onlinehandel zugute.

Weitere Informationen zu den Marktstudien von naturkosmetik konzepte und Leseproben unter: www.naturkosmetik-konzepte.de

 

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