Designhotels: Von cool bis plüschig, von natürlich bis puristisch

Le Royal Monceau paris

Designhotels findet man inzwischen nicht mehr nur in fast jeder größeren Stadt, sondern auch in abgeschiedenen Destinationen. Doch was ist gutes Design und wieviel braucht ein Hotel, damit sich der Gast wohlfühlt?

Vor 30 Jahren kreierte die große Dame des französischen Designs, Innenarchitektin Andrée Putmann, im „Morgans“ in New York das erste Boutique- bzw. Designhotel und setzte damit einen weltweiten Trend in Bewegung. Da kommt ein Hotel plötzlich überraschend anders, mit einer ganz individuellen Note daher: Puristische, monochrome Räume, schwarz-weiß-geflieste Badezimmer, ausgewählte Möbelstücke und luxuriöse Textilien schaffen ein besonderes Raumerlebnis.

Anders als gewöhnlich
Heute braucht ein Hotel mehr als nur auffällige Bäder und schicke Designer-Sessel in der Lobby, um als Designhotel zu überzeugen. Die Ansprüche haben sich gewaltig geändert. Gutes Design definiert sich nicht mehr nur ausschließlich über die Ausstattung und die Funktionalität, auch die Themen Nachhaltigkeit und Authentizität müssen bedient werden. Was der Gast unbedingt von einem Designhotel erwartet, ist Persönlichkeit und Individualität von Anfang an. Schon wenn er die Lobby betritt, muss er spüren, dass hier alles aus einem Guss ist: Möbel, Textilien, Kunst, aber auch die Handtücher und das Geschirr. Und in vielen Fällen ist sogar die Arbeitskleidung der Mitarbeiter Teil des Interieur-Designs. Auf der anderen Seite muss modernes Hotel-Design zusätzlich auch einen regionalen Bezug haben. Das kann beispielsweise dadurch gelingen, dass Farben, Materialien und auch Themen aus der Umgebung gespielt werden oder kulturelle Zitate ins Interior Design aufgenommen werden. Ein Hotel nach seinem Geschmack findet der design-affine internationale Gast heute nicht nur in den Metropolen der Welt, sondern auch in den abgelegensten Winkeln, in atemberaubenden Landschaften, in luxuriösen Destinationen.

Es muss nicht immer teuer sein
Design kann wild und unerwartet, elegant und luxuriös, jung und dynamisch sein. Da findet der Naturliebhaber und Öko-Globetrotter genauso sein Plätzchen wie der anspruchsvolle Design- Purist, für den ein Raum in erster Linie aufs Wesentliche reduziert sein muss – ohne zierenden Schnickschnack. Was weder der Gast noch das Hotel will, ist Vergleichbarkeit. Und das gilt sowohl für die Designhotels, die in der oberen Liga spielen, als auch für die Low-Budget Häuser. Design ist für alle da, und gerade in den letzten Jahren haben Motel-One-Häuser, Prizeotel oder die 25hours Hotels bewiesen, dass junges Design nicht zwangsläufig teuer sein muss. Ein perfektes Konzept, egal ob mutig bunt, extravagant oder elegant, findet immer seine Fans. Haltung und der entsprechende Lifestyle müssen erkennbar sein und vor allem gelebt werden. In Designhotels geht es nicht nur ums Schlafen, sondern auch um Lifestyle und Event. So gehört in jedem Fall eine trendige Bar zum Hotel, die nicht nur von den Gästen, sondern auch von „Local People“ als Szenetreff frequentiert wird. Ein typisches Beispiel dafür ist die „Side-Bar“ im von Matteo Thun gestalteten Side Hotel in Hamburg.

Design Hotels Zu einem echten Design Hotel gehören mehr als der Designerstuhl in der Lobby und kurzfristige, optische Trends. Das sagte der Gründer und CEO der Gruppe der Design Hotels, Klaus Sendlinger, bereits vor über20 Jahren. Er sagte voraus, dass Design ein wesentlicher Bestandteil von Hotels sein würde und designorientierte Hotels eine echte Lifestyle-Alternative für Reisende von heute und morgen sein würden. Mittlerweile hat die Gruppe weltweit 260 handverlesene, individuelle Mitgliedhotels, die ihren Gästen unverwechselbare Erlebnisse garantieren. www.designhotels.com

 

(Foto oben: Le Royal Monceau Paris)

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