Naturkosmetik Branchenkongress 2015: Internationales Networking – Rasante Entwicklung

Mit einer Wachstumsprognose von 10 % für das Jahr 2015 setzte der achte Naturkosmetik Branchenkongress in Berlin gleich zu Beginn ein wichtiges Signal. Die Notwendigkeit starker Marken und die punktgenaue Ansprache der an Naturkosmetik interessierten Konsumenten waren Schlüsselthemen des diesjährigen Naturkosmetik Branchenkongresses. Daraus resultierende Ansätze für die zukünftige Ausrichtung des Marktes wurden vom 6.-7. Oktober in Berlin engagiert diskutiert.

Mehr als 240 Teilnehmer aus der ganzen Welt, darunter zahlreiche internationale Entscheidungsträger aus Industrie, Handel, Wissenschaft und Verbänden, kamen in der Hauptstadt zusammen, um sich über Zukunftsperspektiven, Trends und den sich deutlich geänderten Konsumentenansprüchen hinsichtlich Kosmetik zu informieren.

Am ersten Tag des Kongresses stand der Markt im Mittelpunkt. Der Beitrag der Programmvorsitzenden und Branchenexpertin Elfriede Dambacher machte gleich zu Beginn deutlich, wie schnell sich der Markt ändert und welche Chancen und Herausforderungen auf den gesamten Markt zukommen. Der anschließende Beitrag von Dr. Wolfgang Adlwarth von der GfK SE startete mit der Prognose von 10 % Umsatzwachstum für Naturkosmetik bis Ende August 2015. Die Auswirkungen auf den internationalen Kosmetikmarkt stellte Alina Scheinker von Euromonitor aus London dar. Sie präsentierte aktuelle Trends – aber auch die Reaktionen der Kosmetikindustrie auf den erstarkten Trend grüner Kosmetik. Der Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Reinhardt von der BAT Stiftung für Zukunftsfragen gewährte informative Ausblicke auf gesellschaftliche Veränderungen und mögliche Auswirkungen auf den Handel. Am Nachmittag zeigte das anregende Gespräch über die D A CH-Region die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im deutschsprachigen Markt, wie auch die Möglichkeiten der Nachbarn, voneinander zu lernen. Der erste Kongresstag wurde mit einem Beitrag zur Gender Balance in der Kommunikation beendet und postulierte einmal mehr, wie wichtig die richtige Kundenansprache zur Ausschöpfung des Potenzials ist.

Am zweiten Kongresstag stand die Markenbildung im Fokus. Zum Auftakt vermittelte Felix Schaefer von Schaefer market research exklusive Umfrageergebnisse zur Wahrnehmung von Naturkosmetik im Vergleich zu naturnaher und herkömmlicher Kosmetik. Mit großem Interesse verfolgte das Publikum die Beiträge in den Foren A und B: Forum A beschäftigte sich unter dem Thema BIG DATA Naturkosmetik mit der Bedeutung der sozialen Medien in der Kommunikation. Forum B nahm sich der relevanten Thematik ethischer Zertifizierungen an und hinterfragte, wieviel Differenzierung vermittelbar ist. Als einer der Höhepunkte des Kongresses wurde der Beitrag von Christoph Engl, Managing Director der Brand Trust GmbH, gewertet. Mit seiner mitreißenden Betrachtung zur Entstehung starker Marken und wie der Wandel aus der Gattungsmarke „Naturkosmetik“ zu differenzierten starken Naturkosmetikmarken gelingen kann, begeisterte er das Publikum. Am Nachmittag wurde dann die Aufmerksamkeit auf die anstehenden ISO-Richtlinien gelenkt. Mithilfe einer internationalen Expertenrunde, die durch 2-minütige Statements relevanter Siegelorganisationen ergänzt wurde, konnten sich die Kongressteilnehmer ein fundiertes Bild von der aktuellen Entwicklung und der Einschätzung durch Experten machen.

Einmal mehr zeigten die beiden Kongresstage die Wichtigkeit, sich in einem so dynamischen Markt wie dem Naturkosmetikmarkt mit zukunftsweisenden Themen zu beschäftigen und sich international auszutauschen. Elfriede Dambacher, Programmvorsitzende und Branchenexpertin, zeigte sich erfreut über den Erfolg des Kongresses: „Der Kongress erreicht jährlich mehr Akteure aus der ganzen Welt und bestätigt einmal mehr wie wichtig es ist, sich jenseits vom Tagesgeschäft auf höchstem Niveau auszutauschen.“

Der nächste Naturkosmetik Branchenkongress findet bereits im September vom 27.-28.9. 2016 im Hotel Ellington Berlin statt.

www.naturkosmetik-branchenkongress.de

 

©Foto: Jonas Dambacher

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