Was ist „natürlich”? Und was „biologisch”?

Neun von zehn befragten Frauen möchten, dass weder gentechnisch veränderte noch künstliche Inhaltsstoffe in Natur- und Biokosmetikprodukten enthalten sein sollten. Das ist Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK, im Auftrag des Verbands NATRUE (www.natrue.org). 64 % der Befragten legen bei der Gesichtspflege Wert auf natürliche Inhaltsstoffe, 56 % bei Körpercreme, -öl, oder Bodylotion. Etwa jede Fünfte der befragten Frauen sieht natürliche und biologische Kosmetik als Bestandteil eines gesunden und natürlichen Lebensstils.

Die Mehrheit der befragten Frauen wusste, dass es einen Unterschied zwischen „natürlich” und „biologisch” gibt, jedoch konnten nur rund ein Drittel diesen Unterschied genau erklären.

NATRUE definiert es so:

Naturkosmetik: (1. Stufe)

Die Inhaltsstoffe müssen natürlichen Ursprungs sein, jedoch nicht aus biologischem Anbau (kontrollierte biologische Landwirtschaft) stammen. Natürliche Inhaltsstoffe dürfen nur respektvoll, in sanften Verfahren verarbeitet werden. Je nach Produktgruppe gibt es eine Untergrenze für natürliche und eine Obergrenze für naturnahe Inhaltsstoffe.

Naturkosmetik mit Bioanteil: (2. Stufe)

Das sind Produkte der Naturkosmetik mit Inhaltsstoffen aus biologischem Anbau: Mindestens 70% der natürlichen Inhaltsstoffe* müssen aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft und/oder kontrollierter Wildsammlung stammen.

Im Vergleich zur ersten Stufe (Naturkosmetik)  verlangt Natrue bei der Zertifizierung höhere Untergrenzen für natürliche und niedrigere Obergrenzen für naturnahe Inhaltsstoffe.

Biokosmetik: (3. Stufe)

Mindestens 95% der natürlichen Inhaltsstoffen* müssen aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft und/oder kontrollierter Wildsammlung stammen. Im Vergleich zur zweiten Stufe verlangt Natrue höhere Untergrenzen für natürliche und niedrigere Obergrenzen für naturnahe Inhaltsstoffe. Diese Stufe zu erreichen ist eine große Herausforderung an die Hersteller.

 

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