Marketing-Experte Wolfgang Falkner: Interessen bündeln

„Die Spa- und Wellnessbranche braucht eine Plattform.“ Wolfgang Falkner, Der Falkner Spa Marketing, aus Salzburg (www.NaturkosmetikCamp.com). SPA inside sprach mit ihm.

SPA inside: Herr Falkner, Sie organisieren ein sogenanntes NaturkosmetikCamp für Spa- und Wellness-Profis. Warum?
Wolfgang Falkner: Wir wollen eine Plattform für die Branche sein, denn zertifizierte Naturkosmetik wird im Handel immer mehr nachgefragt und sollte daher auch im Hotel oder Spa Pflicht und nicht Kür sein, im Gegenteil. Das Spa müsste eigentlich die Trends vorgeben. Und Naturkosmetikhersteller sind oft Einzelkämpfer und Idealisten. Unser BarCamp ermöglicht einen ungezwungenen Austausch, den jeder Teilnehmer aktiv mitgestalten kann.

Welche Trends sehen Sie in den nächsten Jahren innerhalb dieses Themas?
Ich glaube, dass Konsumenten noch mehr Naturkosmetik nachfragen werden. Wer Naturkosmetik zu Hause verwendet, erwartet auch, dass er diese im Hotel oder Spa bekommt, zum Beispiel auf dem Zimmer oder bei den angebotenen Treatments. Schwierig ist das Thema Zertifizierung. Zertifizierung kann immer nur eine Basis für das Vertrauen sein. Immer mehr Konsumenten benutzen auch das Internet, um sich darüber informieren, welche Inhaltsstoffe unbedenklich sind. Das geht zum Beispiel unter www.kosmetikanalyse.de oder man nutzt die Apps „Codecheck“ oder „Toxfox“. Hersteller, die versuchen, mittels „Greenwashing“ die Konsumenten zu täuschen, werden es (hoffentlich) in Zukunft schwerer haben. Ein großes Thema wird nachhaltige Verpackung spielen. Hier gibt es bereits einige mutige Konzepte.

Und auf welche „grünen“ Aspekte achten Sie beim Besuch eines Hotels?
Natürlich auf echte Naturkosmetik im Spa und auf den Zimmern, dazu gutes Essen – im Idealfall biologisch, zumindest aber in Zusammenarbeit mit Herstellern aus der Region. Wichtig ist mir auch der sparsame Umgang mit Ressourcen. So ist der immer noch übliche Versand von dicken Angebotskatalogen mehrmals in Jahr als Streuartikel, die zu 90 Prozent gleich direkt in den Müll wandern, eigentlich ein NoGo. Aber auch die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen sowie ein effizienter Energiehaushalt sollten im Hotel zum Standard gehören.

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