Das Tessin: Die Mischung macht’s

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Der südlichste Kanton der Schweiz ist der Sonnenbalkon des Landes und sein Tor zum Süden. Mediterranes Flair und Lebensgefühl verschmelzen mit der grandiosen Berglandschaft der Alpen zu etwas ganz Besonderem.

Von Süddeutschland aus ist das Tessin einfach und in wenigen Stunden zu erreichen – entweder fährt man durch den Gotthard-Tunnel (der ist allerdings fast immer staugefährdet) oder über den San-Bernardino- Pass. Wer Zeit hat, nimmt anstatt des Tunnels (gebührenpflichtig) lieber die landschaftlich reizvolle Passstraße. Und dann, jenseits der Alpen, fängt der Süden an. Das Klima ist schon viel milder, die Sprache melodiöser, ach könnte man doch besser Italienisch. Bald sieht man die ersten Palmen, fährt an pittoresken Örtchen vorbei und kommt schließlich im Süden an – am Lago Maggiore oder am Lago di Lugano, wo man bereits auf den Straßenschildern Mailand lesen kann (in knapp einer Stunde ist man dort). Und wenn man dann seine erste Runde über die herrliche Piazza Grande in Locarno, die Piazza della Riforma in Lugano gedreht hat oder an der Uferpromenade in Ascona entlang flaniert ist, dann fängt man an zu verstehen, warum es Anfang des 20. Jahrhunderts so viele Künstler und Literaten ins Tessin zog. Hier fühlt sich das Leben leichter an, italienischer, aber mit Schweizer Korrektheit.

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Eine Region der Freigeister Wussten Sie, dass sich die ersten Hippies im Tessin niederließen? Der Monte Verità im Westen von Ascona war in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Sitz einer Künstlerkolonie, die sich mit anderen Lebensformen, Anthroposophie, Veganismus, Kommunismus und freier Liebe auseinander setzte. Zu diesen Freigeistern mit ihren zotteligen Haaren und den wie Säcken aussehenden Gewändern gesellten sich Bohemiens, Künstler, Literaten und Anarchisten. Noch heute gilt diese Zeit als eine der bedeutendsten Wiegen der Alternativbewegungen. Und was wäre das Tessin ohne Hermann Hesse, den weltbekannten deutschen Schriftsteller, der 43 Jahre seines Lebens in Montagnola bei Lugano verbrachte. „Hier scheint die Sonne inniger und die Berge sind röter, hier wächst Kastanie und Wein, Mandel und Feigen, die Menschen sind gut, gesittet und freundlich“, so hat er das Tessin beschrieben. Auf dem schönen Friedhof von Gentilino liegt er heute begraben.

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